Blick in das Kuriositätenkabinett der Bewerbung

Bei mir löst so manche Bewerbung ein ungläubiges Staunen aus, gefolgt von dem Gedanken ‚Was will der Bewerber damit erreichen?‘

Die Palette ist reichhaltig, hier möchte ich ein paar Kuriositäten als Auszug nehmen und bitte inständig darum, dass diese auf keinen Fall nachgeahmt werden sollen.

Im Anschreiben und im Lebenslauf alles klein schreiben. „sehr geehrter herr wirtz, aus ihrer stelleanzeige….“ Wozu soll das gut sein? Die einzige Erklärung, die ich darauf habe ist, dass der Bewerber die Rechtschreibung nicht beherrscht und lieber direkt alles klein schreibt, bevor es zu offensichtlich wird. Das i-Tüpfelchen aus meiner Sicht war jedoch, dass der Wohnort mit drei Großbuchstaben am Anfang geschrieben wurde. (DÜSseldorf). Spätestens an dieser Stelle fällt die Bewerbung in den ‚Absagen‘ Korb.

 An das Bewerbungsfoto vor Schrankwand, im Garten oder im Urlaub am Strand habe ich mich ja schon fast gewöhnt. Auch Fotos mit Hund und Pferd oder Auto sind nicht selten. Ungekämmt, schlecht sitzende Kleidung und auch viel zu alte Fotos (> 3 Jahre) erlebe ich des Öfteren. Nur das Foto mit Bierdose und Zigarette in der Hand auf dem Campingstuhl…. Ich weiß bis heute nicht, was sich der Bewerber dabei gedacht hat.

 Verschnörkelte Rahmen im Lebenslauf, Blumenranken an der Seite des Anschreibens. Zu mindestens aus der Sicht des Bewerbungsempfängers im technischen Umfeld kann ich Ihnen sagen, dass so etwas nicht zielführend ist. Ich weiß nicht, wie andere Branchen darüber denken, jedoch wage ich zu sagen, dass eine Bewerbung im neutralen Format besser ankommt, als zu viel Geschnörkel Drumherum.

Ein weiteres Kuriosum stellen für mich Bewerber da, die entweder bei Termineinladungen kaum Zeit haben oder nur vor 8:00 und nach 19:00 Uhr zu erreichen sind. Für ein erstes Telefonat muss es auch Möglichkeiten dazwischen geben. Oft kann es ein persönliches Treffen auch am Wochenende geben. Spätestens jedoch, wenn das Unternehmen einlädt, sollten Sie sich an irgendeinem Tag in der üblichen Bürozeit (9:00-17:00) Zeit für das Gespräch nehmen können. Es deutet auf mangelnde Priorität für einen Wechsel hin, wenn Sie zu lange bei der Terminvereinbarung rumeiern.

In einem sehr gut laufenden Bewerbungsgespräch mit dem einstellenden Unternehmen hat neulich der Kandidat in den letzten 10 min (von 90 min Gespräch) eröffnet, dass er frühestens in 18 Monaten zur Verfügung stehen wird. Das hätte er besser vor dem ersten Bewerbungsgespräch gesagt, dann hätten sich alle Beteiligten viel Zeit sparen können und er hätte ein Unternehmen mehr gehabt, bei dem er sich in 18 Monaten bewerben kann.

Dass die Bewerber in der Bewerbungsphase zum Teil andere Emailadressen nehmen, wie z.B. Bewerbung_Andreas_Schmitz@abc.de, finde ich durchaus vernünftig. Zum einen haben Sie einen Account, indem es nur um Ihre Bewerbung geht und wenig andere Emails eingehen, zum anderen können Sie diesen löschen oder nicht beachten, in Zeiten, in denen Sie nicht auf der Suche sind. Allerdings gibt es auch hier Emailadressen wie Klickeridklack@…. oder schatzimuas@…. oder latexfan@…. oder giselaundbert@ die aus meiner Sicht nicht in ein Bewerbungsverfahren gehören.

 Das mancher Bewerber in Deutschland nicht gut in Deutsch ist, ist insoweit kein Problem, wenn es nicht in der Stellenausschreibung gefordert wird. Wenn im Lebenslauf allerdings Ünüvürsität (soll Universität heißen) steht, wird das aus einem Lacher im Kreis der Kollegen des Bewerbungsempfängers Ihnen nicht weiterhelfen.

Keiner der hier geschilderten Fälle ist erfunden! Lediglich habe ich einige Beispiele soweit abgeändert, dass keiner der Bewerber daraus direkt zu ermitteln wäre. Es soll hier auch keiner verunglimpft werden. Im Gegenteil, nutzen Sie die vielerorts angebotenen Chancen (z.B. beim VDI, bei sozialen Institutionen, beim Nachbarn, Schulkollegen, anderen Studenten und Freunden oder hier beim Bewerber-A!B!C und auf www.bewerber-abc.de ) im Vorfeld der Bewerbung Ihre Unterlagen prüfen zu lassen. Alles was oben beschrieben ist, sind vermeidbare Fehler.

 

 

 

Anlagen, Anlagen, Anlagen – Worthülsen und Fallstricke in der Bewerbung

Aus aktuellem Anlass – wir erhielten eine Bewerbung mit 21 Anlagen – möchte ich heute zwei Themen gleichzeitig beleuchten: Worthülsen, wie ich sie nenne und Fallstricke in der Bewerbung in Bezug auf Anlagen.

Ein junger Mann sandte uns eine Bewerbung zu. Im Anhang waren 21 PDF Dateien mit den Bezeichnungen Anlage01.pdf,…..Anlage21.pdf beigefügt.

Das zeugt von sehr wenig Strukturierung und noch weniger Einfühlungsvermögen in Bezug auf die Empfänger des Bewerbungsschreibens.

Welche Anlage ist denn nun das Bewerbungsschreiben, welches der Lebenslauf usw.?

Da die meisten Bewerbungsempfänger mehr als eine Bewerbung am Tag auf meistens mehr als eine Stelle erhalten, ist es sinnvoll, diese Informationen in die Dateinamen aufzunehmen. Neumodische Betriebssysteme erlauben mehr als die unter DOS beschränkten acht Buchstaben. Vorsicht bei Sonderzeichen sowie Umlauten beim Versand der Unterlagen an internationale Unternehmen oder Unternehmen, die mit internationalen Portalen und Partnern arbeiten.

Beispiele für gelungene Dateinamen:

Projektleiter_Müller-Hans_Lebenslauf.pdf

(Die Unterstriche dürfen auch Bindestriche oder Leerzeichen sein!)

Müller-Hans_Anschreiben.pdf – geht auch!

Ebenso sind

Müller-Hans_002_Lebenslauf.pdf und Müller-Hans_001_Anschreiben.pdf

in Ordnung.

Weniger gut ist z.B.:

ABC-Personalberatung-Projektleiter 20032017-Lebenslauf.pdf

Aus der Sicht des Bewerbers kann dieser seine Bewerbung mit diesen Namen ordnen und sichten. Jedoch hat der Empfänger wenig davon und auf den kommt es an. Machen Sie die Bewerbungsunterlagen so einfach wie möglich für den Empfänger. (Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!)

Wie groß darf der Anhang sein?

In den meisten Fällen 3 MB – 10 MB, üblich sind 5 MB. Sehr oft gibt es dazu Hinweise.

Die Aufteilung in die Anhänge

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Arbeitszeugnisse
  • Schulzeugnisse
  • Zertifikate und Bescheinigungen

ist durchaus sinnvoll. Mehr würde ich auf keinen Fall empfehlen.

Bitte verwenden Sie nur PDF, es sei denn, es wird ausdrücklich um etwas anderes gebeten. Keine JPG, TIF, DOC, XLS, PPT usw. Zu viele davon bleiben in den SPAM-Filtern hängen oder erzeugen zusätzlichen Aufwand beim Bewerbungsempfänger.

Nun zu den Worthülsen.

Stellen Sie sich bitte vor, Sie kommen an einen Tisch, an dem fünf verschiedene Menschen sitzen.

  • ein Gärtner
  • ein Mitarbeiter eines HiFi Unternehmens
  • ein Bänker
  • ein Golfclubbesitzer
  • ein Chemiemanager

Sie begrüßen die fünf mit den Worten: „Ich habe Ahnung von Anlagen.“

Alle fünf kennen das Wort und jeder misst ihm eine vollkommen andere Bedeutung bei:

  • Der Gärtner denkt an eine Parkanlage.
  • Der HiFi Verkäufer an eine HiFi-Anlage.
  • Der Bänker an eine Geldanlage.
  • Der Golfclubbesitzer an die Golfanlage.
  • Und der Chemiemanager an die Chemieanlage.

Und der Bewerbungsempfänger an die Emailanlagen.

Von diesen Begriffen gibt es reichlich in unserem Sprachgebrauch. Nicht nur in den verschiedenen Branchen, insbesondere auch in unterschiedlichen Altersgruppen werden dieselben Begriffe für unterschiedliche Inhalte verwendet.

Idealerweise kommunizieren Sie mündlich wie schriftlich in der Sprache des Empfängers. So stellen Sie sicher, dass diese verstehen, was Sie sagen wollen. Ihre Botschaft kommt besser an.

Das A!B!C Team freut sich auf Ihre Fragen und Anregungen zu den Themen Beruf, Karriere und Bewerbung. Auf www.bewerber-abc.de veröffentlichen wir jede Woche kostenfrei Tipps und Tricks zu diesen Themenbereichen.

Frohe Ostern, wir verabschieden uns bis Ende April und wünschen allen Lesern gute Erholung!

 

 

Der Anfang und die Verbindung – ein Ausflug in den Satzbau.

Manche Leserinnen und Leser, so das Feedback, fragen sich, wie mir immer wieder neue Themen einfallen. Ich muss dann lächeln und gestehen, dass ich bei den Themen gar nicht so kreativ bin. Ich berichte lediglich, was mir aktuell in Bewerbungsgesprächen auffällt. Es sind alles Themen, die ich im Bewerbungs- und Vermittlungsumfeld erleben durfte.

Wie auch das heutige Thema „Der Anfang und die Verbindung – ein Ausflug in den Satzbau“.

Am Anfang war das „Ich“…..und dann kam das „und dann“.

„Ich“, „meine“, „mich“ – sind am Satzanfang im Bewerbungsschreiben nicht nur nicht gut, sie sind zu vermeiden. Die „und dann“-Verkettung ist im Gespräch und erst Recht im Brief und in der E-Mail zu vermeiden.

Oft sehe ich gerade bei jungen Bewerberinnen und Bewerbern, dass die Worte „Ich“, „Meine“ oder „Mich“ zu Anfang eines Satzes im Bewerbungsanschreiben oder in begleitenden Emails verwendet werden.

In einigen Fällen gehäuft und in einem Fall, der auch Anlass dieses Artikels ist, steht in nahezu jedem Satz am Anfang das „Ich“.

Auch wenn ich nach erster oberflächlicher Suche dazu keine wissenschaftliche Abhandlung finden konnte, zeigt die Erfahrung aus zahlreichen Gesprächen, dass das „Ich“ sowie „Mich“ und „Meine“ am Satzanfang verpönt sind.

Warum gilt es das zu vermeiden? Es sieht nicht nur unschön aus, es deutet auch auf mangelnde Stilsicherheit im Schriftverkehr hin.

Wesentlich bedeutender sind allerdings die Ableitungen und Schlüsse, die aus der Verwendung des „Ich“ am Satzanfang gezogen werden. Es kann darauf hindeuten, dass der Schreiber sich selbst immer gerne voran stellt bzw. sehr „ich“ bezogen ist.

Es wird, wenn es zu einem Bewerbungsgespräch kommen sollte, wahrscheinlich auf indirektem Weg versucht zu ergründen, ob der Bewerber sehr ich-bezogen ist oder nicht. Da sich gerade die Absolventen über ihren Fauxpas und die daraus gezogenen Schlüsse nicht im Klaren sind, kommt es im Gespräch dann zu der Situation, dass die „Rumbohrerei“ nach der Ich-Bezogenheit störend wirkt, weil sie für den Bewerber nicht verständlich und oft zu weiteren Fehlern bzw. Verunsicherung des Bewerbers führen kann.

Ein Satz aber darf dann doch mit „Ich“ anfangen. Im letzten Satz Ihres Anschreibens dürfen Sie schreiben: „Ich freue mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch in Ihrem Haus.“

 Und dann kam das Gespräch.

Und dann wurde ich nach einem Getränk gefragt. Und dann habe ich mich vorgestellt.

(Wer hat jetzt noch nicht gegähnt?)

Spaß beiseite. Die einseitige Wiederholung und Verwendung des Begriffs „und dann“ ermüdet nicht nur den Zuhörer, sie deutet auf mangelnden Sprachgebrauch hin. Sehr oft reicht es, das „und dann“ einfach weg zu lassen. Bitte hängen Sie auch nicht alle Aufzählungen Ihres Schaffens nur mit „und“ oder „dann“ zusammen. Suchen Sie sich andere Worte.

Es kann helfen, sich seinen Werdegang aufzuschreiben. Listen Sie die Tätigkeiten nicht nur auf sondern verbinden Sie diese zu einer (möglichst spannenden) Geschichte, die auch Ihre Weiterentwicklung aufzeigt. Dann werden Sie sicherer und können Fehler aufdecken. Lesen Sie sich die Geschichte selber laut vor oder sprechen Sie sie in ein Diktiergerät (ein Smartphone reicht in der Regel). Sie können die Geschichte auch einem Freund oder Verwandten vortragen. Machen Sie sich Anmerkungen, wo Sie sich unsicher fühlen und wo Änderungen notwendig sind. Sie müssen nicht zum reißerischen Geschichtenerzähler werden. Es reicht, wenn Sie sich ordentlich und unfallfrei mit ein bisschen Stil vorstellen können.

Lassen Sie dabei Entspannung und Selbstsicherheit durchblicken, zeugt das von innerer Reife und bringt Sie weiter.

Das A!B!C Team freut sich auf Ihre Fragen und Anregungen zu den Themen Beruf, Karriere und Bewerbung. Auf www.bewerber-abc.de veröffentlichen wir jede Woche kostenfrei Tipps und Tricks zu diesen Themenbereichen.

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Also lieber sein Wissen für sich behalten?

Leserfrage: „Im letzten Jahr bin ich zu einem Gespräch bei in der xy Branche (größerer Mittelstand) gegangen und habe mich auf eine Stelle im Bereich ABC beworben. Gegenüber saßen mir drei junge Damen.

Leider ging das Gespräch voll in die Hose. Eine Dame fragte, wo mein Heimatort liegt. An meinem Wohnort hat der Konzern kürzlich ein Unternehmen aufgekauft. Ich dachte das käme ganz gut an, wenn ich davon berichte. Davon wussten die drei nichts und fragten dann, wie ich darauf komme und woher ich das habe und irgendwie bekam das Gespräch dann einen Bruch, es wurde unfreundlich und war nach nicht mal 20 Minuten vorbei und habe drei Tage später eine Standardabsage per Mail bekommen.

Also lieber sein Wissen für sich behalten?“

Antwort von Christof Wirtz: „Ihre Schilderung macht mich nachdenklich. Ihr Fazit „besser das Wissen für sich behalten“ kann ich nicht teilen. Hätte Ihnen ein erfahrener Gesprächspartner aus der Geschäftsführung gegenüber gesessen, hätten Sie damit wahrscheinlich stark punkten können.

Es ist schon ungewöhnlich, dass Ihnen drei „junge Damen“ gegenüber gesessen haben. Wissen Sie noch, welche Positionen die drei innehaben?

Evtl. haben die drei, so meine Vermutung, Ihre Äußerungen als Ablenkung vom Wesentlichen missverstanden.

Allerdings sind das für mich, ohne Details zum Gesprächsverlauf zu kennen, alles nur Vermutungen.

Haben Sie Ihre Chance genutzt, um nachzuhaken, woran es gelegen hat?

Ich hätte es vermutlich so wie Sie gemacht, um mit ein bisschen Smalltalk, der gut zur Unternehmensentwicklung passt den Einstieg in das Gespräch finden. Dass es nicht geklappt hat, ist der Hinweis, dass Sie und das Unternehmen nicht zueinander passen und keine „Bewertung“ Ihrer Person.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg.“

 

Sie haben Fragen zu Beruf, Bewerbung und Karriere? Auf www.bewerber-abc.de finden Sie Antworten und können selber Fragen an das Team von Bewerber-A!B!C stellen.

 

 

20 Direkt-Links für ein effektiveres Arbeiten mit XING

Herr Markus Gehlken  https://www.xing.com/profile/Markus_Gehlken hat einen interessanten Artikel auf XING veröffentlicht. Vielen Dank für die Zustimmung, diesen auch hier im Bewerber-A!B!C auf http://www.bewerber-abc.de zu veröffentlichen.

Immer noch ist es so, dass viele Funktionen auf XING erst mit 2, 3 oder mehr Klicks erreichbar sind. Und speziell diejenigen, welche nicht regelmäßig auf XING aktiv sind, finden manche Funktionen überhaupt nicht.
Daher nachfolgend einmal wieder aktualisiert 20 Links, mit denen Sie Funktionen und Rubriken auf XING direkt erreichen.
Kleiner Tipp vorab: Speichern Sie sich die wichtigsten im Browser direkt als Lesezeichen ab – damit sparen Sie dann einiges an Zeit bei der erfolgreichen Arbeit mit XING.
KURZ-LINKS FÜR DIE EIGENE KORRESPONDENZ
Posteingang:
https://www.xing.com/messages/conversations
Ungelesene Nachrichten:
https://www.xing.com/messages/conversations/unread
Versendete Nachrichten:
https://www.xing.com/messages/messages/sent
KURZ-LINKS ZUM EIGENEN XING-NETZWERK
Gestellte Kontaktanfragen:
https://www.xing.com/app/contact?op=toconfirm
Gemerkte Personen:
https://www.xing.com/app/contact?op=bookmarked
Kontaktliste (Standard nach Nachname):
https://www.xing.com/app/contact?op=contactlist
Kontaktliste (sortiert nach neuesten Kontakten):
https://www.xing.com/app/contact?op=contactlist&order_by=contact_date&search_filter=&tags_filter=&notags_filter=0&contact_city=&contact_company=
Übersicht zu den von Ihnen verwalteten Unternehmen auf XING:
https://www.xing.com/companies/my_companies
Ihre eigenen Events:
https://www.xing.com/events/my_events
XING-EINSTELLUNGEN
Einstellungen auf XING ändern:
https://www.xing.com/app/settings?op=privacy
Benachrichtigungen auf XING verwalten:
https://www.xing.com/app/settings?op=notifications
Persönliche Daten ändern:
https://www.xing.com/app/settings?op=base
Rechnungs-Übersicht:
https://www.xing.com/payments/settings
Ihnen schöne Ostern wünscht
Markus Gehlken
http://www.1a-social-media.de

Hard Skills, Soft Skills – notwendige Voraussetzungen für die Stelle

Immer öfter wird von harten bzw. weichen Fakten oder den sogenannten Soft Skills gesprochen und geschrieben. Was ist das überhaupt, wie und wo kann ich diese erlernen, welche brauche ich und habe ich vielleicht schon welche?

Ich kann Sie beruhigen, wir alle haben Soft und Hard Skills. Nicht immer diejenigen, die für die eine bestimmte Stelle benötigt werden, aber wir sind ja alle lernbereit (Lernbereitschaft ist übrigens auch ein Soft Skill).

Schauen wir uns zunächst die Unterscheidung nach harten und weichen Faktoren an.

In der Regel wird eine erlernbare Fähigkeit, wie z.B. CNC-Drehen, eine Sprache oder die Nutzung eines CAD Programms als Hard Skill gewertet. Oft ist entscheidend, wie gut, wie lange und wie tief Sie diesen Punkt beherrschen, z.B. „Ich spreche Englisch auf C1-Niveau (nahezu verhandlungssicher) seit 20 Jahren in regelmäßigem internationalen Gebrauch in Wort und Schrift.“ oder alternativ „Ich beherrsche XY-CAD aus einem zweimonatigen Intensivkurs an der ABC-Akademie.“

In den Stellenanzeigen wird hier noch unter Vorrausetzungen oder unter Ihrem Profil angegeben, ob die Fähigkeit zwingend notwendig ist, ob sie „wünschenswert“ ist, Sie „idealerweise“ diese Fähigkeit besitzen sollten und/oder ob „Praxiserfahrung“ vorausgesetzt wird.

Hier können Sie nur punkten, wenn Sie dem aufgezeigten Idealbild so nahe wie möglich entsprechen. Fehlen zwingend notwendige Voraussetzungen, wird es schwierig, den Bewerbungsempfänger davon zu überzeugen, sie einzuladen. Tipp an alle Studenten und Auszubildenden: schauen Sie sich mal die Stellenausschreibungen an, auf die Sie sich in 3-10 Jahren bewerben wollen. Sie sehen schnell, was Sie unbedingt benötigen und können so früh anfangen, sich auf eine bevorstehende Bewerbung vorzubereiten.

Und noch ein Tipp an alle Bewerber: „Lernen Sie Englisch!“ In meinen 10 Jahren als Personalberater habe ich zu oft die fachlich gut geeigneten Kandidaten an der Fremdsprache Englisch scheitern sehen. Ob aus Nervosität im Gespräch oder Fehleinschätzung der eigenen Kenntnisse – das muss nicht sein. Sie können mit einem minimalen Aufwand von 2-4 h/Woche einen Grundstein für wirklich fließendes Englisch legen. VHS, Webkurse, Kurse auf CD und DVD zu speziellen Themen, Filme im Originalton, Radiosender, Zeitschriften auf Englisch – alles gute Quellen für eine bezahlbare Möglichkeit, sich in Englisch fit zu machen. Kurzfristig gibt es auch Intensivtrainings an Sprachschulen oder bei entsprechenden Personal Trainern, die mit höheren Kosten verbunden sind. Je spezieller der Berufswunsch ist, desto wichtiger können weitere Sprachkenntnisse sein. Englisch ist mittlerweile zu einem „Must Have“ geworden, wenn es um eine gute Entwicklung im Beruf mit Perspektiven geht.

Kommen wir zu den weichen Faktoren. Teamfähigkeit, Selbständigkeit, Eigeninitiative, Motivation und viele weitere gibt es, die ich täglich in Stellenausschreibungen und in Lebensläufen und Bewerbungsschreiben zu sehen bekomme. Ich frage mich immer, wer diese Kriterien misst und vergibt und was sich der, der die Stelle bzw. die Bewerbung schreibt, darunter vorstellt.

Meist kann man Soft Skills nicht direkt lernen. Es sind eher charakterliche oder Werdegangs- und Umfeld geprägte Eigenschaften, die jemand mitbringt. Was jedem davon in die Wiege gelegt wurde und was sich in seiner Kindheit sowie in Schule, Studium und Beruf entwickelt hat, ist sehr individuell.

Natürlich kann man Soft Skills auch lernen. Meist durch Erfahrung im Umgang mit genau den Herausforderungen, die in der jeweiligen Situation benötigt werden.

Teamgeist kann man im Mannschaftssport entwickeln, Durchsetzungsfähigkeit auch. Geduld und Ausdauer kann man in Hobbys unter Beweis stellen, die mit kniffligen und langwierigen Prozessen einhergehen (Modellbau, Ausdauertraining) oder in ehrenamtlichen Tätigkeiten, die mit Menschen zu tun haben. Eigeninitiative und Motivation erkennt der geübte Gesprächspartner oft an der Art und Weise, wie sein Gegenüber im Gespräch von seinen Tätigkeiten berichtet. Leuchten die Augen, ist die Stimme schnell, klar und kraftvoll oder schleppt sich die Antwort eher zäh und müde so dahin.

Dann wird es schon schwieriger Motivation und Eigeninitiative zu lernen. Die bringen Sie mit oder eben nicht. Natürlich können Sie zeigen, dass Sie Spaß an Ihrer Arbeit haben und das auch im Vorfeld üben. Bitte schauspielern Sie nicht zu viel und verstellen Sie sich nicht. Am Ende haben Sie einen neuen Job, der nicht zu Ihnen passt.

Wie kann ich denn nun feststellen, wer ich überhaupt bin und was ich mitbringe.

Ganz einfach, fragen Sie sich selbst, fragen Sie Ihr soziales Umfeld. Sie sollten um ehrliche und aufrichtige Antworten vorab bitten und diese notieren. Bedanken Sie sich im Anschluss für die Ihnen gegenüber erbrachte Offenheit und kommentieren Sie die Antworten nicht. Keine Rechtfertigungen, keine Entschuldigungen und auf keinen Fall „Das siehst Du vollkommen falsch!“ (oder so ähnlich). Nehmen Sie die Antworten hin und denken Sie darüber nach. Wie wirke ich auf andere, was erzeugt mein Verhalten bei meinem Gegenüber.

In dem Sie sich in Ihrer freien Zeit mit entsprechenden Hobbys oder Tätigkeiten sowie Sport und Musik beschäftigen, werden Sie die gewünschten Fähigkeiten entwickeln.

Es ist allerdings manchmal ein langwieriger Prozess und bestimmte Skills lernen Sie erst, wenn Sie mit (häufigen) Rückschlägen umgehen können. Nicht alles klappt beim ersten Mal. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Durchhaltevermögen (siehe auch Wortsplitter: Resilienz) und Initiative sowie Geduld sind, wenn Sie dies erst einmal gelernt haben, so gut wie nicht mehr verlernbar. In der Kombination können Sie damit alles andere ableiten (Lernbereitschaft, Teamgeist, Durchsetzungsstärke usw.)

Das Team vom Bewerber-A!B!C wünscht Ihnen viel Erfolg in Beruf, Bewerbung und Karriere. Jede Woche erscheint eine neuer Beitrag auf www.bewerber-abc.de . Wir freuen uns auf Ihre Fragen, Anregungen und Zuschriften.

 

 

 

 

 

 

Happy Birthday Bewerber A!B!C

Als am 10. März 2016 die Seite www.bewerber-abc.de das Licht der Welt erblickte, gab es schon seit 4 Wochen erste Artikel auf dem Facebook Profil der A!B!C Niederlassung Rösrath. (www.facebook.com/abcroesrath/ )

In diesem ersten Jahr sind mittlerweile über 60 Artikel und Leserfragen veröffentlicht worden, allesamt rund um die Themen Bewerbung, Beruf und Karriere.
Neben dem Autor Christof Wirtz von der A!B!C gibt es zahlreiche Autoren aus benachbarten Fachgebieten, die sich mit ergänzenden Artikeln beteiligt haben.
Da ist mittlerweile ein richtige gutes Forum entstanden, mit vielen Tipps und jeder Menge Erfahrung und Know-How.

 Weiterhin findet Ihr kostenfreie Bewerbungstipps und Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch unter www.bewerber-abc.de .

Was macht Zusammenarbeit richtig gut?

Für mich ist eine gute Zusammenarbeit gefunden wenn sich aus 1+1 eine Zahl größer 2 ergibt. Mathematisch natürlich nicht korrekt, aber der Inhalt ist entscheidend.

In dem von mir bebloggten Themen geht es ja darum, neue Zusammenarbeiter zu finden. Der eine sucht einen neuen Arbeitgeber, die anderen eine neue Kollegin.

Vor den Alltagshürden in der späteren Zusammenarbeit steht erstmal die Hürde des Bewerbungsverfahrens. Wie man sich auf diese vorbereiten und so besser meistern kann habe ich aus meinen über 18 Jahren Erfahrung als Führungskraft, Bewerbungsempfänger und Personalberater veröffentlicht.

Die Grundlage für den Erfolg in der Zusammenarbeit, wie im Bewerbungsgespräch ist die Kommunikation. Den anderen abholen, seine Ziele darstellen, Koalitionen bilden und Mehrheiten im Vorfeld von wichtigen Abstimmungen finden.
Wichtig ist, dass alle am Ende an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen. Dann war Kommunikation erfolgreich und ebenso die Zusammenarbeit.

Was bedeutet für Sie #guteZusammenarbeit ?

Erfahren Sie bald mehr auf der Seite http://angelikaneumann.de/blogparade-gute-zusammenarbeit/ .

Schönes Wochenende!

 

Unterschiede bei der Initiativbewerbung (Leserfrage)

Ein Absolvent fragt: „Gibt es zu beachtende Unterschiede zwischen einer Bewerbung auf eine vom Unternehmen ausgeschriebene Stelle und einer Initiativbewerbung? Leider habe ich hierzu noch keinen Beitrag auf https://bewerber-abc.de gefunden.“

Bei dem Format der Bewerbung gibt es keine Unterschiede. Es gibt Kandidaten, die eine Kurzbewerbung entworfen haben mit den wesentlichen Punkten auf einer Seite. Diese wird häufig als Teaser in einer Initiativbewerbung ohne weitere Dokumente im Anhang versendet. – Mir persönlich gefällt das nicht, es mag da andere Auffassungen geben.

Die einzigen Unterschiede die ich kenne:

  • Es gibt keine konkrete Stellenbeschreibung bei der Initiativbewerbung
  • Keine Ansprechpartner, es sei denn, Sie recherchieren die Personalverantwortlichen, die Geschäftsleitung oder einen zuständigen Fachbereichsleiter
  • Oft wird die Initiativbewerbung auch bei der Bewerbung bei einem Personalberater verwendet.

Inhalt, Dokumente und Lebenslauf bleiben gleich.

Auch hier sollten Sie nach 14 Tagen nachfassen und sich Notizen dazu machen.

 

Kostenfreie Bewerbungstipps sowie Vorbereitung auf Bewerbungsgespräch finden Sie unter https://bewerber-abc.de/bewerber-abc/ .

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