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Warum Bewerbungstipps?

Wofür Bewerbungstipps, was bringt mir der x-te gut gemeinte Ratgeber zum Thema Bewerbung?

Christof Wirtz berichtet aus gut 18 Jahren Erfahrung mit Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen und der Art und Weise, wie Bewerber auf die am Bewerbungsprozessbeteiligten wirken.

Aus rund 5.000 Bewerbungsgesprächen und über 20.000 gesichteten Unterlagen, die ich in gut acht Jahren als Geschäftsführer eines mittelständischen IT-Systemhauses, weiteren neun Jahren als Senior-Personalberater und Niederlassungsleiter in der Personalvermittlung, sowie eineinhalb Jahre als ehrenamtlicher Karriereberater beim VDI bearbeitet habe, gibt es sowohl bei den Absolventen und Berufseinsteigern als auch bei gestandenen Fach- und Führungskräften immer wieder ähnliche Unsicherheiten und vermeidbare Fehlerquellen.

Ziel soll sein, dass die Leserinnen und Leser mir Fragen stellen, auf die ich dann im Weiteren konkret eingehen kann. Natürlich anonymisiert und ohne Details zu Firmen und Beschäftigungen zu nennen.

Vorab berichte ich in diesem Blog aus meinem Erfahrungsschatz. Dieser ist entstanden aus Bewerbern, die sich um einen Job bei meinem früheren Unternehmen beworben haben, die sich bei mir in meiner Funktion als Vermittler beworben haben und aus Gesprächen, bei denen ich als Berater mit zugegen war.

Also – was bringt der neue Ratgeber?

„Do’s and Don‘ts“ aus der Praxis und wertvolle Hinweise, die Bewerbung von Anfang an richtig anzupacken.

Bevor ich jetzt auf die schriftliche Bewerbung, den Lebenslauf, die Unterlagen etc. eingehe, möchte ich auf eine der wichtigsten Phasen vor der Erstellung von Unterlagen hinweisen: die Zeit.

Beim Studenten, Absolventen und Promotionskandidaten ist es die Gewissheit, zu einem bestimmten Zeitpunkt mit dem Ende des Studiums rechnen zu können. Beim Berufserfahrenen sind es entweder die Kündigung durch den Arbeitgeber, die eigene Kündigung oder der Aufhebungsvertrag, der dazu führt, sich auf dem Arbeitsmarkt umzuschauen.

Und wie bei vielen Projekten aus Beruf und Studium stelle ich immer wieder fest, dass sich viele zu spät mit dem Thema Bewerbung beschäftigen. Sätze wie „Ich musste ja noch meine XY Arbeit erstellen“ oder „Das ZZ-Projekt musste noch beendet werden“, sollen als Entschuldigung* dienen, warum der Bewerbungsprozess erst so spät startet.

*Exkurs zum Wort „Entschuldigung“

Wenn jemand einen Fehler macht, so bittet er um Entschuldigung oder möchte entschuldigt werden. Es bedarf also einer dritten Person, die einem die Schuld (hier „Aufschieberitis“) erlässt. Nur wer soll das sein? Ich kann mich nur höchstens selber für meinen Fehler entlasten. Weder Vermittler/Berater – noch erst recht andere Bewerbungsempfänger – können das. Es liegt an mir selber, was ich tue, wie ich agiere und reagiere und was ich lasse.

Aus meiner Sicht sollte sich jeder angehende Arbeitnehmer, der weiß, dass er in 6-12 Monaten wechseln will, sofort um seine Bewerbung und seine Unterlagen kümmern. Wer damit wartet, bis die Kündigungszeit vorbei ist, hat schon wertvolle Zeit verloren. Allen im Beruf Stehenden, die denken, „ich kündige erstmal, ich werde schon was finden“, kann ich nur raten: erst suchen, dann kündigen. Zu oft habe ich gesehen, wie dann eine 3-12 monatige Lücke im Lebenslauf entsteht.

Wie sollen meine Bewerbung und die folgenden Prozesse aussehen? In einer Woche geht es weiter. Bis dahin freue ich mich auf Ihre Fragen, die Sie mir per Email an christof.wirtz@abcgroup.de zu senden können. Alle Daten werden vertraulich behandelt.

 

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