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Der erste Tag, die Probezeit

In der Regel vergehen zwischen 14 Tage und 6 Monate, bis nach der Vertragsunterschrift der erste Arbeitstag beim neuen Arbeitgeber ansteht.

Nutzen Sie diese Zeit!

Verbessern Sie Ihre Sprachkenntnisse, erweitern Sie Ihre Fähigkeiten, bereiten Sie sich auf neue fachliche Inhalte vor, bevor es losgeht. Wenn Sie im Rahmen von Veranstaltungen, Messen oder Firmenfeiern die neuen Kollegen kennen lernen können, nutzen Sie auch diese Chance.

Versuchen Sie Abstand zu Ihrem alten Arbeitgeber zu finden. Nehmen Sie sich bitte vor, nicht den ersten Tag mit dem „Also bei uns haben wir das anders gemacht.“ anzufangen.

„Bei uns“ ist ab jetzt ihr neuer Arbeitgeber! Nehmen Sie sich Zeit und lernen Sie Kollegen, Prozesse und fachliche Anforderungen gründlich kennen. Seien Sie behutsam mit den neuen Kollegen. Nicht jeder, der freundlich zu Ihnen ist, bleibt es und nicht alle, die eher kurz angebunden wirken, sind gegen Sie. Natürlich sind die meisten, die zu Ihnen freundlich sind, im weiteren Verlauf freundlich. Geben Sie sich nicht zu zugeknöpft und nicht zu offen. Das ‚Du‘ am ersten Tag sollte vorsichtig angebracht werden und am besten nicht von Ihnen, sondern vom neuen Kollegen kommen.

Firmenfeiern

Nicht nur auf Weihnachts– und sonstigen Betriebsfeiern ist der Genuss von Alkohol ein zweiseitiges Schwert. Lieber zurückhaltend, als zu viel und voll. Das gilt schon für die ersten geselligen Abende mit Ihren neuen Kollegen zum ‚Feierabendbier‘.

Hat Ihr neuer Arbeitgeber ein ‚Patensystem‘? Wenn nein, suchen Sie sich einen erfahrenen Kollegen, der Ihnen sympathisch erscheint und versuchen Sie, mit ihm die ersten Tage und Wochen im Kontakt zu bleiben. Es gibt überall unausgesprochene Gesetze, was das Miteinander und das Untereinander angeht.

Die Kaffeeküche kann ein guter Ort für Kontakte sein, ebenso das mittägliche gemeinsame Essen. Egal, ob in der Kantine oder im Imbiss nebenan. Wird gemeinsam eine Pizza bestellt, können Sie hier Kontakte knüpfen und ins Gespräch kommen.

Genauso wichtig ist für Sie die Einarbeitungszeit in neue Technologien. Eventuell haben Sie hier die Gelegenheit, mit weiteren neuen Kollegen Gemeinsamkeiten zu entdecken oder erfahrenere Kollegen bei der Schulung zu beobachten.

Halten Sie engen Kontakt zu Ihrer Führungskraft. Berichten Sie von Ihren ersten Eindrücken und warten Sie mit Verbesserungsvorschlägen ab, bis Sie ein paar Wochen dort gearbeitet haben und angekommen sind.

Sinnvoll ist es, einen Jour-Fixe mit Ihrem Vorgesetzten zu vereinbaren. Ein festes Datum, an dem in einer halben Stunde die letzte Woche und die kommende Woche besprochen werden.

Irgendwann zum Ende der Probezeit sollte es ein etwas längeres und ausführlicheres Feedbackgespräch mit Ihrem Vorgesetzten geben, das später in ein jährliches bis quartalweises Mitarbeitergespräch mündet.

Was ist, wenn Sie gleich zu Anfang Probleme entdecken, die Kommunikation nicht stimmt oder ähnliches? Fragen Sie sich erst mal, ob es ein Missverständnis sein könnte. Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Personalberater (falls Sie vermittelt wurden) auf. Auch dieser kann Ihnen bestimmt weiterhelfen. Sprechen Sie Unklarheiten offen an und fordern Sie Feedback vom neuen Chef und den neuen Kollegen ein. Aber bitte nicht zweimal am Tag!

Kündigung in der Probezeit

Eine Kündigung in der Probezeit ist in jedem Fall zu vermeiden und darf nur die absolute Notbremse sein. Auch wenn Sie kündigen, bleibt bei der Kündigung während der Probezeit viel bei Ihnen hängen, was in der Folge Ihren Lebenslauf ‚belastet‘. Sie haben in Bewerbungssituationen der folgenden Jahre immer wieder diese Kündigung zu erläutern.

Noch Fragen zum ersten Tag und der Probezeit? Bitte melden Sie sich bei mir. Weitere Fragen beantworte ich gerne auf Zuschrift und nehme diese gegebenenfalls auch anonymisiert hier auf. Ihre Fragen können Sie mir per Email an christof.wirtz@abc.jetzt zu senden. Alle Daten werden vertraulich behandelt.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen.

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2 Gedanken zu „Der erste Tag, die Probezeit

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