Netzwerken

Leserfrage: Wie wichtig sind Netzwerke für die Bewerbung, den Beruf, die Karriere?

Antwort: Netzwerke sind unbezahlbar.

Aufgrund des Beitrags „No give – no get!“ von letzter Woche erreichten mich zahlreiche Kommentare und Anfragen. Insbesondere, ob das Netzwerken nicht Privatvergnügen sei oder ob es für das berufliche Weiterkommen wirklich notwendig sei.

Jede Art von persönlichem Netzwerk, sei es ein beruflich/fachliches, ein Führungskräftenetzwerk, ein Alumninetzwerk oder andere Formen, um mit anderen Menschen in einen persönlichen Kontakt zu treten, können helfen, wenn es um neue berufliche Perspektiven geht.

In beide Richtungen übrigens. Sie können neue Mitarbeiter über Ihre Netzwerke finden und auch neue Arbeitgeber für sich.

Welche Netzwerke sind die richtigen und was muss ich dort machen?

Die erste Frage ist meist sehr individuell zu beantworten und hängt von den jeweiligen Zielen und Wünschen ab. Ich rate zu 2-4 Netzwerken mit unterschiedlicher Ausprägung. Davon sollte ein Netzwerk aus dem Bereich (fachlich, regional) stammen, aus dem Sie kommen. Das zweite sollte in dem Bereich angesiedelt sein, in den Sie gerne reinmöchten. Ein überregionales Netzwerk ist sinnvoll, wenn Sie flexibel und umzugsbereit sind. Das gleiche gilt im weiteren Sinne auch für internationale Netzwerke.

Wer nur deswegen in ein Netzwerk geht, um sich selber einen Vorteil zu verschaffen, wird in aller Regel Schiffbruch erleiden.

Gemäß der Regel „No give, no get“ ist es an Ihnen, sich in das Netzwerk mit Ihren Aktivitäten einzubringen. Wie oft, wie lange und in welchem Umfang hängt von Ihnen ab. Je aktiver Sie sind, desto nachhaltiger sind die Impressionen, die Sie von sich hinterlassen. Auch lernen Sie mehr Kontakte kennen, wenn Sie öfters und länger in Ihrem Netzwerk aktiv sind.

Es sind dabei zwei Arten von Menschen, die Sie weiterbringen können. Der direkte Kontakt (zu anderen Menschen) und der Multiplikator (der Ihnen weitere Kontakte zu anderen Menschen oder Multiplikatoren eröffnet). Wichtig sind auf jeden Fall die Multiplikatoren. Menschen, die viele andere Menschen kennen und immer eine Idee haben, mit wem sie Sie vernetzen können.

„Und welche Netzwerke empfehlen Sie?“

Als Ingenieur den VDI e.V. www.vdi.de und als angehende Führungskraft auf jeden Fall die Wirtschaftsjunioren (WJD/JCI) www.wjd.de. Bei den Wirtschaftsjunioren sind es die einzelnen Kreise bzw. Chapter in größeren Städten, die einen regionalen Bezug haben, im Landes- bzw. Bundesverband ein überregionales und auf europäischer Ebene und darüber hinaus ein internationales Netzwerk bieten.

Auch die Industrie- und Handelskammer oder eine Handwerkskammer ist nicht nur das Selbstverwaltungsinstrument der Industrie und des Handels bzw. der Handwerksunternehmen. Mit der jeweiligen gewählten Vollversammlung, die aus Vertretern der Mitgliedsunternehmen besteht, sind beide wertvolle regionale Netzwerke.

Natürlich ist für den Kleinunternehmer, den Selbstständigen oder den Handwerker vor Ort, der Schützenverein, die Freiwillige Feuerwehr und andere Hilfsverbände oder Ortsvereine auch wertvolle nicht zu unterschätzende Netzwerke.

Inwieweit auch eine Parteimitgliedschaft Sie beruflich weiterbringen kann, vermag ich nicht einzuschätzen, da mir hier die Erfahrung fehlt.

„Und wie bekomme ich jetzt was raus aus meinem Netzwerk?“ – Meist von ganz alleine. Fragen Sie und Ihnen wird geholfen. Wenn Sie nur fordern und nichts einbringen, werden Sie schnell in der Ecke stehen.

No give, no get!

Frohes Netzwerken!

Weitere Beiträge zu den Themen Bewerbung, Beruf und Karriere finden Sie unter www.bewerber-abc.de .

Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie mich gerne unter christof.wirtz@abc.jetzt anschreiben.

 

4 Gedanken zu „Leserfrage: Wie wichtig sind Netzwerke für die Bewerbung, den Beruf, die Karriere?

  1. Schöner Beitrag. Zum Thema Netzwerken habe ich aktuell auch einen Artikel in der Pipeline. Man kann niemals genug betonen, wie wichtig Netzwerken ist. Ich selbst hatte schon viele positive Erlebnisse dadurch.

  2. Pingback: Bewerber A!B!C

Kommentar verfassen