ABC-Personaldienstleistungs GmbH

Alaaf und Helau! Bützcher, Stippefot und Muuzepuckel im Büro.

An den närrischen Tag von Wieverfastelovend bis Aschermittwoch geht es nicht nur in den rheinischen Hochburgen und den Nachbargemeinden hoch her. Auch in manchen Unternehmen wird mit Alaaf und Helau auf die eine oder andere Weise ausgiebig gefeiert. Die Katerstimmung tags drauf ist dabei fast schon vorprogrammiert.

Ähnlich wie bei meinem Beitrag zur Weihnachtsfeier „Vorsicht Karrierefalle“ möchte ich hier auf die noch zahlreicheren Stolperfallen und Fettnäpfchen hinweisen.

Urlaubsanspruch, Brauchtumstage, frei für alle?

In einigen Städten ist der Rosenmontag als Brauchtumstag nahezu gesetzt, nichts geht mehr in den Innenstädten. Hier gibt es viele Unternehmen, die ihren Mitarbeitern frei geben aber in den Randbereichen und den kleineren Städten in der Peripherie der Karnevalshochburgen ist das bei weitem nicht überall so. Einen Anspruch auf einen freien Tag, noch dazu ohne Urlaub einzureichen, haben Sie auf keinen Fall.

Sprechen Sie Ihre Kollegen an und fragen Sie, wie das in der Firma gehandhabt wird. In einigen Branchen, z.B. Gastronomie, Hotellerie oder öffentlicher Dienst, sind gerade diese Tage Pflichtarbeitstage.

Wenn das Unternehmen oder Teile der Kollegenschaft gemeinsam zu einer Karnevalssitzung oder zum Karnevalszug gehen, ist das immer eine gute Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen. Doch Vorsicht bei zu enger Tuchfühlung. Insbesondere Menschen, die die Gepflogenheiten im Karneval nicht so gut kennen, sind schnell überfordert.

Richtet das Unternehmen eine Karnevalsfeier aus oder liegt es günstig am Zugweg und organisiert eine Party mit Gästen, um gemeinsam den Zug anzuschauen, gelten die gleichen Spielregeln wie auf jeder Firmenfeier. Die Verkleidung, auch gerne mal etwas gewagter als üblich, kommt stärker bei der Inhouse-Party als am Zugweg als Risikofaktor auf Sie zu. Knappe Kleidung, tiefe Einblicke oder gar sonst nur im Fetischbereich übliche Outfits sind nicht selten. Ich rate im Kollegenkreis zur dezenten Verkleidung. Heben Sie sich die gewagtere Verkleidung für die Feiern im Freundeskreis auf. Sie sollten nicht der Verführung anheimfallen, wenn Ihre Kollegen hier andere Maßstäbe ansetzen.

Voll gute Party hier

Dann noch der Alkohol – an Karneval ist alles etwas lockerer, auch der Genuss von Alkohol. Der Alkoholkonsum sollte in keinem Fall dazu führen, ausfällig zu werden, es dem Chef oder den Kollegen jetzt mal richtig zu zeigen oder gar dem Kollegen / der Kollegin zu nahe an die Wäsche zu gehen. Auch wenn die Kollegen kostümbedingt etwas auffälliger oder knapper bekleidet daher kommen, ist das keine Einladung, über die Stränge zu schlagen.

Ob der Alkohol in Ihrem Unternehmen erlaubt, geduldet oder verboten ist, gilt es vorab zu klären. Dass Sie am Abend mit dem Alkohol vorsichtig umgehen sollten, wenn Sie am nächsten Tag arbeiten, ist selbstredend.

Das Bützcher, die Stippefot und das Schunkeln sind im Rheinland für die Jahreszeit typische Verhaltensformen der Eingeborenen und der sich dazu berufen fühlenden Immis (kölsches Wort für außerhalb Kölns geborene, die jetzt in Köln leben). Das Bützchen ist ein kleines Küsschen auf die Wange, seltener auf den Mund bei geschlossenen Lippen. Beim Stippefot stellt man sich in leicht gebeugter Haltung Rücken an Rücken und rubbelt mit seinem Gesäß an dem des anderen.

Beim Schunkeln klemmt man Arm in Arm meist in größeren Massen und wiegt zu saisonal angesagten und altbewährten Gassenhauern, mehr nicht!

Wer nicht mitmacht, wird schnell als Muuzepuckel oder Miesepeter abgestempelt. Wer über das Ziel hinausschießt, gar als Föttchesföhler.

Krawattenschnitt

Ein weiterer Brauch, dass am Weiberfastnacht die Damen den Herren bis 11:11 Uhr die Krawatte abschneiden (dürfen) und dafür ein Bützchen geben (dürfen, nicht müssen!), hat schon in einigen Fällen zu fristlosen Kündigungen geführt. Den Herren sei gesagt, dass sie sich für diesen Tag entweder eine alte Krawatte umbinden sollten oder ohne kommen (Vorsicht Mutzepuckel-Gefahr). Bitte informieren Sie auch Gäste aus anderen Teilen der Welt, was da auf sie zukommen kann. Es kann auch nicht schaden, die Kolleginnen und Kollegen zu informieren, wenn an diesem Tag wichtiger Besuch im Haus ist, der den Krawattenbrauch nicht kennt.

Ob  Alaaf und Helau oder andere närrische Grußformeln richtig angewendet werden, ist sicher nicht karriereentscheidend. Wenn Sie hingegen in Ihrer Karnevalsansprache in Köln vom Prinzenpaar sprechen, seien Sie gewiss, dass man diesen Fauxpas bestimmt nicht vergessen wird.

Lesen Sie hier über die möglichen Fettnäpfchen bei der Weihnachtsfeier.

In dem Sinne, viel Spaß und gute Stimmung in der närrischen Zeit!

Bis nächste Woche

Ihr www.bewerber-abc.de Team.

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Alaaf und Helau! Bützcher, Stippefot und Muuzepuckel im Büro.

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