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Die Lebenslaufvorlage.

In Mein Lebenslauf habe ich im März letzten Jahres die Grundzüge des Lebenslaufs und den Unterschied zum Curriculum Vitae (CV) beschrieben.

In meinen Karriereberatungsgesprächen beim VDI werde ich ab und an gefragt, was ich von Lebenslaufgeneratoren und –vorlagen halte. In meiner täglichen Arbeit als Personalberater sehe ich gelegentlich die Ergebnisse der CV-Generatoren und der Lebenslaufvorlagen.

Als Konzeptpapier sehe ich durchaus Einsatzmöglichkeiten für die automatisierte Lebenslauferstellung. Das Ergebnis kann aber nicht ein versandfertiger Lebenslauf sein. An diesem Dokument muss noch individuell gearbeitet werden. Schließlich ist es Ihre erste Arbeitsprobe. Daran werden Sie gemessen!

Vorlagen für Word finde ich prinzipiell nicht schlecht. Was mich stört ist, dass die Hälfte der genutzten Vorlage die erste Standardvorlage ist und weitere 30-40% aus den drei folgenden Vorlagen bekannter Schreibsoftware bestehen. Wo bleibt da die Individualität?

Ein ganz besonderes „No go“ sind aus meiner Sicht die Logos und Reklamehinweise auf gängigen CV-Generatoren-Websites in den versandten Unterlagen.

Natürlich sind die gerade bei großen Unternehmen eingesetzten Bewerbungsportale letztendlich auch nichts anderes als ein standarisierter Prozess für die Masse an Bewerbern, die hier abzufertigen ist. Aus den meist unstrukturierten Daten vieler einzelner Bewerber werden so die für die digitalisierte Weiterbearbeitung notwendigen Daten gleich zu Beginn in den Standarddatenprozess eingetaktet.

Auch hier bleibt Ihre Individualität auf der Strecke und wird dem (Standard Bewerbungs-) Prozess geopfert. Was im großen Konzern ja durchaus sinnvoll sein kann.

Entwerfen Sie ihre eigene Lebenslaufvorlage. Aus meiner Sicht am liebsten minimalistisch mit wenig Begrenzungslinien oder Rahmen (Ihr CV braucht keinen grafischen Halt!) und ohne Schnörkel.

Nutzen Sie nur eine Schriftart in max. 2 Größen und wenig Unterstreichungen und Darstellung in „fett“ (bold). Die Wahl der Schriftart bleibt Ihnen freigestellt. Aus meiner Sicht ist „Times New Roman“ etwas in die Tage gekommen, „Arial“ ist zwar etwas frischer, aber auch schon sehr oft verwendet. Die Schriftart muss auf dem Monitor und auf dem Papier gut lesbar sein. Schreibschriftarten oder zu stark verfremdete Schriftarten bitte direkt weglassen.

Ihre Unterschrift bitte auf keinen Fall mit einer Schreibschriftart nachempfinden! Entweder einscannen oder, was nicht so ideal ist, ohne Unterschrift versenden.

Die Dokumente sind als PDF zu versenden. Bitte nicht als Worddatei und auch nicht als Bilddatei.

Weiterführende Links:

Der optimale Lebenslauf

CV – Curriculum vitae – Lebenslauf auf Englisch (Gastbeitrag von Harald Schneider)

Weitere Beiträge zu den Themen Bewerbung, Beruf und Karriere finden Sie unter www.bewerber-abc.de .

Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie mich gerne unter christof.wirtz@abc.jetzt anschreiben.

 

Ausreden und ausreden lassen.

Mir fällt im Bewerbungsgespräch immer öfter auf, dass gerade junge Bewerber ihre Gesprächspartner nicht ausreden lassen.

Der zukünftige Vorgesetzte stellt z.B. eine Frage zum Lebenslauf und bevor er noch den zweiten Teil des Satzes ausformulieren kann, fängt der Bewerber an zu antworten.

Ein anderes Beispiel war jüngst ein Kandidat, der bei der Vorstellung des Unternehmens an zu lächeln fing und mitten im Satz anhob, das er diese Information heute Morgen schon auf der Website gelesen habe.

Es zeugt, auch wenn sich das nach ‚alter Schule‘ anhört, von wenig Respekt gegenüber seinem Gesprächspartner, wenn man diesen unterbricht. Aus meiner Erfahrung reagieren zukünftige Vorgesetzte da sehr allergisch. Es kommt zum Abbruch des Gesprächs, die Bewerbung hört an dieser Stelle auf. Auch wenn aus formellen Gründen das Ganze noch 10.15 min weiter läuft. An dieser Stelle ist die Entscheidung gefallen, dass dieser Kandidat nicht weiter kommt.

Bei den Bewerbungsgesprächen, an denen ich teilnehmen konnte, haben wir oft nachher noch zusammen gesessen und eine erste Feedbackrunde zum Kandidaten gemacht. Die ‚nicht-ausreden-Lasser‘ wurden durch die Bank abgelehnt. Interessanterweise, konnten einige der Gesprächsteilnehmer nicht genau sagen, was sie denn am Bewerber gestört hat. Auf meinen Hinweis, ob das an den Unterbrechungen gelegen haben könnte, war das nahezu immer der Fall.

Das ‚nicht-ausreden-lassen‘ erzeugt also schon unbewusst ein Störgefühl beim Gesprächspartner. Meine Frage, die ich auch im Nachhinein an die Kandidaten gerichtet habe, war ob das beim Bewerber auch der Fall ist und warum er den anderen unterbrochen hat.

In der Hälfte der Fälle haben die Bewerber es nicht gemerkt. Vielleicht gehört es ja im privaten oder in Schule/Beruf/Hochschule schon zum normalen Umgangston, dass sich die Gesprächspartner nicht ausreden lassen.

Die andere Hälfte bestätigte, dass sie ungeduldig waren oder die Antwort so schnell wie möglich geben wollten.

Meine Empfehlung, entspannen Sie sich. Zählen Sie intern bis drei, nachdem der Gesprächspartner seine Frage oder seinen Satz beendet hat. Dieses wird oft durch ein körpersprachliches Signal und eine Betonung der letzten Silbe eingeleitet. „Der Ball liegt dann in Ihrem Feld.“

Auf der anderen Seite fallen mir die Ausreden ein, die so manch Bewerber auf Fragen von sich gibt. Schnell geht man dann in die Opferrolle. Die anderen (Kollegen, Vorgesetzten) oder die Konkurrenz oder die Umstande sind schuld an der eigenen Misere.

Hüten Sie sich davor! – „Die Entschuldigungsabteilung hat (im Vorstellungsgespräch) geschlossen!

In dem Moment, in dem Sie einen anderen für Ihre Situation verantwortbar machen, passieren im Gespräch auf der gegenüberliegenden Seite zwei Dinge. Man sucht nach den Fehlern, die Sie verschwiegen haben, welche zur Situation beigetragen haben könnten. Man sucht nach dem Verhaltensmuster bei Ihnen, dass Sie keine Fehler zugeben können.

Beides führt in die falsche Richtung, denn wer suchet der findet.

Gestehen Sie Fehler von sich aus ein. Geben Sie zu, dass Sie die Situation unterschätzt oder falsch verstanden haben.

Dann wird Ihr gegenüber zum einen die Fehler auch bei den anderen suchen, die an der Situation beteiligt waren und Sie ‚in Schutz‘ nehmen. Zum anderen gesteht er Ihnen die Fehler-Erkenntnis zu.

 Fazit, lassen Sie Ihr Gegenüber ausreden und vermeiden Sie Ausreden.

 

Das A!B!C Team freut sich auf Ihre Fragen und Anregungen zu den Themen Beruf, Karriere und Bewerbung. Auf www.bewerber-abc.de veröffentlichen wir jede Woche kostenfrei Tipps und Tricks zu diesen Themenbereichen.

 

 

Blick in das Kuriositätenkabinett der Bewerbung

Bei mir löst so manche Bewerbung ein ungläubiges Staunen aus, gefolgt von dem Gedanken ‚Was will der Bewerber damit erreichen?‘

Die Palette ist reichhaltig, hier möchte ich ein paar Kuriositäten als Auszug nehmen und bitte inständig darum, dass diese auf keinen Fall nachgeahmt werden sollen.

Im Anschreiben und im Lebenslauf alles klein schreiben. „sehr geehrter herr wirtz, aus ihrer stelleanzeige….“ Wozu soll das gut sein? Die einzige Erklärung, die ich darauf habe ist, dass der Bewerber die Rechtschreibung nicht beherrscht und lieber direkt alles klein schreibt, bevor es zu offensichtlich wird. Das i-Tüpfelchen aus meiner Sicht war jedoch, dass der Wohnort mit drei Großbuchstaben am Anfang geschrieben wurde. (DÜSseldorf). Spätestens an dieser Stelle fällt die Bewerbung in den ‚Absagen‘ Korb.

 An das Bewerbungsfoto vor Schrankwand, im Garten oder im Urlaub am Strand habe ich mich ja schon fast gewöhnt. Auch Fotos mit Hund und Pferd oder Auto sind nicht selten. Ungekämmt, schlecht sitzende Kleidung und auch viel zu alte Fotos (> 3 Jahre) erlebe ich des Öfteren. Nur das Foto mit Bierdose und Zigarette in der Hand auf dem Campingstuhl…. Ich weiß bis heute nicht, was sich der Bewerber dabei gedacht hat.

 Verschnörkelte Rahmen im Lebenslauf, Blumenranken an der Seite des Anschreibens. Zu mindestens aus der Sicht des Bewerbungsempfängers im technischen Umfeld kann ich Ihnen sagen, dass so etwas nicht zielführend ist. Ich weiß nicht, wie andere Branchen darüber denken, jedoch wage ich zu sagen, dass eine Bewerbung im neutralen Format besser ankommt, als zu viel Geschnörkel Drumherum.

Ein weiteres Kuriosum stellen für mich Bewerber da, die entweder bei Termineinladungen kaum Zeit haben oder nur vor 8:00 und nach 19:00 Uhr zu erreichen sind. Für ein erstes Telefonat muss es auch Möglichkeiten dazwischen geben. Oft kann es ein persönliches Treffen auch am Wochenende geben. Spätestens jedoch, wenn das Unternehmen einlädt, sollten Sie sich an irgendeinem Tag in der üblichen Bürozeit (9:00-17:00) Zeit für das Gespräch nehmen können. Es deutet auf mangelnde Priorität für einen Wechsel hin, wenn Sie zu lange bei der Terminvereinbarung rumeiern.

In einem sehr gut laufenden Bewerbungsgespräch mit dem einstellenden Unternehmen hat neulich der Kandidat in den letzten 10 min (von 90 min Gespräch) eröffnet, dass er frühestens in 18 Monaten zur Verfügung stehen wird. Das hätte er besser vor dem ersten Bewerbungsgespräch gesagt, dann hätten sich alle Beteiligten viel Zeit sparen können und er hätte ein Unternehmen mehr gehabt, bei dem er sich in 18 Monaten bewerben kann.

Dass die Bewerber in der Bewerbungsphase zum Teil andere Emailadressen nehmen, wie z.B. Bewerbung_Andreas_Schmitz@abc.de, finde ich durchaus vernünftig. Zum einen haben Sie einen Account, indem es nur um Ihre Bewerbung geht und wenig andere Emails eingehen, zum anderen können Sie diesen löschen oder nicht beachten, in Zeiten, in denen Sie nicht auf der Suche sind. Allerdings gibt es auch hier Emailadressen wie Klickeridklack@…. oder schatzimuas@…. oder latexfan@…. oder giselaundbert@ die aus meiner Sicht nicht in ein Bewerbungsverfahren gehören.

 Das mancher Bewerber in Deutschland nicht gut in Deutsch ist, ist insoweit kein Problem, wenn es nicht in der Stellenausschreibung gefordert wird. Wenn im Lebenslauf allerdings Ünüvürsität (soll Universität heißen) steht, wird das aus einem Lacher im Kreis der Kollegen des Bewerbungsempfängers Ihnen nicht weiterhelfen.

Keiner der hier geschilderten Fälle ist erfunden! Lediglich habe ich einige Beispiele soweit abgeändert, dass keiner der Bewerber daraus direkt zu ermitteln wäre. Es soll hier auch keiner verunglimpft werden. Im Gegenteil, nutzen Sie die vielerorts angebotenen Chancen (z.B. beim VDI, bei sozialen Institutionen, beim Nachbarn, Schulkollegen, anderen Studenten und Freunden oder hier beim Bewerber-A!B!C und auf www.bewerber-abc.de ) im Vorfeld der Bewerbung Ihre Unterlagen prüfen zu lassen. Alles was oben beschrieben ist, sind vermeidbare Fehler.

 

 

 

20 Direkt-Links für ein effektiveres Arbeiten mit XING

Herr Markus Gehlken  https://www.xing.com/profile/Markus_Gehlken hat einen interessanten Artikel auf XING veröffentlicht. Vielen Dank für die Zustimmung, diesen auch hier im Bewerber-A!B!C auf http://www.bewerber-abc.de zu veröffentlichen.

Immer noch ist es so, dass viele Funktionen auf XING erst mit 2, 3 oder mehr Klicks erreichbar sind. Und speziell diejenigen, welche nicht regelmäßig auf XING aktiv sind, finden manche Funktionen überhaupt nicht.
Daher nachfolgend einmal wieder aktualisiert 20 Links, mit denen Sie Funktionen und Rubriken auf XING direkt erreichen.
Kleiner Tipp vorab: Speichern Sie sich die wichtigsten im Browser direkt als Lesezeichen ab – damit sparen Sie dann einiges an Zeit bei der erfolgreichen Arbeit mit XING.
KURZ-LINKS FÜR DIE EIGENE KORRESPONDENZ
Posteingang:
https://www.xing.com/messages/conversations
Ungelesene Nachrichten:
https://www.xing.com/messages/conversations/unread
Versendete Nachrichten:
https://www.xing.com/messages/messages/sent
KURZ-LINKS ZUM EIGENEN XING-NETZWERK
Gestellte Kontaktanfragen:
https://www.xing.com/app/contact?op=toconfirm
Gemerkte Personen:
https://www.xing.com/app/contact?op=bookmarked
Kontaktliste (Standard nach Nachname):
https://www.xing.com/app/contact?op=contactlist
Kontaktliste (sortiert nach neuesten Kontakten):
https://www.xing.com/app/contact?op=contactlist&order_by=contact_date&search_filter=&tags_filter=&notags_filter=0&contact_city=&contact_company=
Übersicht zu den von Ihnen verwalteten Unternehmen auf XING:
https://www.xing.com/companies/my_companies
Ihre eigenen Events:
https://www.xing.com/events/my_events
XING-EINSTELLUNGEN
Einstellungen auf XING ändern:
https://www.xing.com/app/settings?op=privacy
Benachrichtigungen auf XING verwalten:
https://www.xing.com/app/settings?op=notifications
Persönliche Daten ändern:
https://www.xing.com/app/settings?op=base
Rechnungs-Übersicht:
https://www.xing.com/payments/settings
Ihnen schöne Ostern wünscht
Markus Gehlken
http://www.1a-social-media.de

Hard Skills, Soft Skills – notwendige Voraussetzungen für die Stelle

Immer öfter wird von harten bzw. weichen Fakten oder den sogenannten Soft Skills gesprochen und geschrieben. Was ist das überhaupt, wie und wo kann ich diese erlernen, welche brauche ich und habe ich vielleicht schon welche?

Ich kann Sie beruhigen, wir alle haben Soft und Hard Skills. Nicht immer diejenigen, die für die eine bestimmte Stelle benötigt werden, aber wir sind ja alle lernbereit (Lernbereitschaft ist übrigens auch ein Soft Skill).

Schauen wir uns zunächst die Unterscheidung nach harten und weichen Faktoren an.

In der Regel wird eine erlernbare Fähigkeit, wie z.B. CNC-Drehen, eine Sprache oder die Nutzung eines CAD Programms als Hard Skill gewertet. Oft ist entscheidend, wie gut, wie lange und wie tief Sie diesen Punkt beherrschen, z.B. „Ich spreche Englisch auf C1-Niveau (nahezu verhandlungssicher) seit 20 Jahren in regelmäßigem internationalen Gebrauch in Wort und Schrift.“ oder alternativ „Ich beherrsche XY-CAD aus einem zweimonatigen Intensivkurs an der ABC-Akademie.“

In den Stellenanzeigen wird hier noch unter Vorrausetzungen oder unter Ihrem Profil angegeben, ob die Fähigkeit zwingend notwendig ist, ob sie „wünschenswert“ ist, Sie „idealerweise“ diese Fähigkeit besitzen sollten und/oder ob „Praxiserfahrung“ vorausgesetzt wird.

Hier können Sie nur punkten, wenn Sie dem aufgezeigten Idealbild so nahe wie möglich entsprechen. Fehlen zwingend notwendige Voraussetzungen, wird es schwierig, den Bewerbungsempfänger davon zu überzeugen, sie einzuladen. Tipp an alle Studenten und Auszubildenden: schauen Sie sich mal die Stellenausschreibungen an, auf die Sie sich in 3-10 Jahren bewerben wollen. Sie sehen schnell, was Sie unbedingt benötigen und können so früh anfangen, sich auf eine bevorstehende Bewerbung vorzubereiten.

Und noch ein Tipp an alle Bewerber: „Lernen Sie Englisch!“ In meinen 10 Jahren als Personalberater habe ich zu oft die fachlich gut geeigneten Kandidaten an der Fremdsprache Englisch scheitern sehen. Ob aus Nervosität im Gespräch oder Fehleinschätzung der eigenen Kenntnisse – das muss nicht sein. Sie können mit einem minimalen Aufwand von 2-4 h/Woche einen Grundstein für wirklich fließendes Englisch legen. VHS, Webkurse, Kurse auf CD und DVD zu speziellen Themen, Filme im Originalton, Radiosender, Zeitschriften auf Englisch – alles gute Quellen für eine bezahlbare Möglichkeit, sich in Englisch fit zu machen. Kurzfristig gibt es auch Intensivtrainings an Sprachschulen oder bei entsprechenden Personal Trainern, die mit höheren Kosten verbunden sind. Je spezieller der Berufswunsch ist, desto wichtiger können weitere Sprachkenntnisse sein. Englisch ist mittlerweile zu einem „Must Have“ geworden, wenn es um eine gute Entwicklung im Beruf mit Perspektiven geht.

Kommen wir zu den weichen Faktoren. Teamfähigkeit, Selbständigkeit, Eigeninitiative, Motivation und viele weitere gibt es, die ich täglich in Stellenausschreibungen und in Lebensläufen und Bewerbungsschreiben zu sehen bekomme. Ich frage mich immer, wer diese Kriterien misst und vergibt und was sich der, der die Stelle bzw. die Bewerbung schreibt, darunter vorstellt.

Meist kann man Soft Skills nicht direkt lernen. Es sind eher charakterliche oder Werdegangs- und Umfeld geprägte Eigenschaften, die jemand mitbringt. Was jedem davon in die Wiege gelegt wurde und was sich in seiner Kindheit sowie in Schule, Studium und Beruf entwickelt hat, ist sehr individuell.

Natürlich kann man Soft Skills auch lernen. Meist durch Erfahrung im Umgang mit genau den Herausforderungen, die in der jeweiligen Situation benötigt werden.

Teamgeist kann man im Mannschaftssport entwickeln, Durchsetzungsfähigkeit auch. Geduld und Ausdauer kann man in Hobbys unter Beweis stellen, die mit kniffligen und langwierigen Prozessen einhergehen (Modellbau, Ausdauertraining) oder in ehrenamtlichen Tätigkeiten, die mit Menschen zu tun haben. Eigeninitiative und Motivation erkennt der geübte Gesprächspartner oft an der Art und Weise, wie sein Gegenüber im Gespräch von seinen Tätigkeiten berichtet. Leuchten die Augen, ist die Stimme schnell, klar und kraftvoll oder schleppt sich die Antwort eher zäh und müde so dahin.

Dann wird es schon schwieriger Motivation und Eigeninitiative zu lernen. Die bringen Sie mit oder eben nicht. Natürlich können Sie zeigen, dass Sie Spaß an Ihrer Arbeit haben und das auch im Vorfeld üben. Bitte schauspielern Sie nicht zu viel und verstellen Sie sich nicht. Am Ende haben Sie einen neuen Job, der nicht zu Ihnen passt.

Wie kann ich denn nun feststellen, wer ich überhaupt bin und was ich mitbringe.

Ganz einfach, fragen Sie sich selbst, fragen Sie Ihr soziales Umfeld. Sie sollten um ehrliche und aufrichtige Antworten vorab bitten und diese notieren. Bedanken Sie sich im Anschluss für die Ihnen gegenüber erbrachte Offenheit und kommentieren Sie die Antworten nicht. Keine Rechtfertigungen, keine Entschuldigungen und auf keinen Fall „Das siehst Du vollkommen falsch!“ (oder so ähnlich). Nehmen Sie die Antworten hin und denken Sie darüber nach. Wie wirke ich auf andere, was erzeugt mein Verhalten bei meinem Gegenüber.

In dem Sie sich in Ihrer freien Zeit mit entsprechenden Hobbys oder Tätigkeiten sowie Sport und Musik beschäftigen, werden Sie die gewünschten Fähigkeiten entwickeln.

Es ist allerdings manchmal ein langwieriger Prozess und bestimmte Skills lernen Sie erst, wenn Sie mit (häufigen) Rückschlägen umgehen können. Nicht alles klappt beim ersten Mal. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Durchhaltevermögen (siehe auch Wortsplitter: Resilienz) und Initiative sowie Geduld sind, wenn Sie dies erst einmal gelernt haben, so gut wie nicht mehr verlernbar. In der Kombination können Sie damit alles andere ableiten (Lernbereitschaft, Teamgeist, Durchsetzungsstärke usw.)

Das Team vom Bewerber-A!B!C wünscht Ihnen viel Erfolg in Beruf, Bewerbung und Karriere. Jede Woche erscheint eine neuer Beitrag auf www.bewerber-abc.de . Wir freuen uns auf Ihre Fragen, Anregungen und Zuschriften.

 

 

 

 

 

 

Happy Birthday Bewerber A!B!C

Als am 10. März 2016 die Seite www.bewerber-abc.de das Licht der Welt erblickte, gab es schon seit 4 Wochen erste Artikel auf dem Facebook Profil der A!B!C Niederlassung Rösrath. (www.facebook.com/abcroesrath/ )

In diesem ersten Jahr sind mittlerweile über 60 Artikel und Leserfragen veröffentlicht worden, allesamt rund um die Themen Bewerbung, Beruf und Karriere.
Neben dem Autor Christof Wirtz von der A!B!C gibt es zahlreiche Autoren aus benachbarten Fachgebieten, die sich mit ergänzenden Artikeln beteiligt haben.
Da ist mittlerweile ein richtige gutes Forum entstanden, mit vielen Tipps und jeder Menge Erfahrung und Know-How.

 Weiterhin findet Ihr kostenfreie Bewerbungstipps und Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch unter www.bewerber-abc.de .

Was macht Zusammenarbeit richtig gut?

Für mich ist eine gute Zusammenarbeit gefunden wenn sich aus 1+1 eine Zahl größer 2 ergibt. Mathematisch natürlich nicht korrekt, aber der Inhalt ist entscheidend.

In dem von mir bebloggten Themen geht es ja darum, neue Zusammenarbeiter zu finden. Der eine sucht einen neuen Arbeitgeber, die anderen eine neue Kollegin.

Vor den Alltagshürden in der späteren Zusammenarbeit steht erstmal die Hürde des Bewerbungsverfahrens. Wie man sich auf diese vorbereiten und so besser meistern kann habe ich aus meinen über 18 Jahren Erfahrung als Führungskraft, Bewerbungsempfänger und Personalberater veröffentlicht.

Die Grundlage für den Erfolg in der Zusammenarbeit, wie im Bewerbungsgespräch ist die Kommunikation. Den anderen abholen, seine Ziele darstellen, Koalitionen bilden und Mehrheiten im Vorfeld von wichtigen Abstimmungen finden.
Wichtig ist, dass alle am Ende an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen. Dann war Kommunikation erfolgreich und ebenso die Zusammenarbeit.

Was bedeutet für Sie #guteZusammenarbeit ?

Erfahren Sie bald mehr auf der Seite http://angelikaneumann.de/blogparade-gute-zusammenarbeit/ .

Schönes Wochenende!

 

Unterschiede bei der Initiativbewerbung (Leserfrage)

Ein Absolvent fragt: „Gibt es zu beachtende Unterschiede zwischen einer Bewerbung auf eine vom Unternehmen ausgeschriebene Stelle und einer Initiativbewerbung? Leider habe ich hierzu noch keinen Beitrag auf https://bewerber-abc.de gefunden.“

Bei dem Format der Bewerbung gibt es keine Unterschiede. Es gibt Kandidaten, die eine Kurzbewerbung entworfen haben mit den wesentlichen Punkten auf einer Seite. Diese wird häufig als Teaser in einer Initiativbewerbung ohne weitere Dokumente im Anhang versendet. – Mir persönlich gefällt das nicht, es mag da andere Auffassungen geben.

Die einzigen Unterschiede die ich kenne:

  • Es gibt keine konkrete Stellenbeschreibung bei der Initiativbewerbung
  • Keine Ansprechpartner, es sei denn, Sie recherchieren die Personalverantwortlichen, die Geschäftsleitung oder einen zuständigen Fachbereichsleiter
  • Oft wird die Initiativbewerbung auch bei der Bewerbung bei einem Personalberater verwendet.

Inhalt, Dokumente und Lebenslauf bleiben gleich.

Auch hier sollten Sie nach 14 Tagen nachfassen und sich Notizen dazu machen.

 

Kostenfreie Bewerbungstipps sowie Vorbereitung auf Bewerbungsgespräch finden Sie unter https://bewerber-abc.de/bewerber-abc/ .

Alaaf und Helau! Bützcher, Stippefot und Muuzepuckel im Büro.

An den närrischen Tag von Wieverfastelovend bis Aschermittwoch geht es nicht nur in den rheinischen Hochburgen und den Nachbargemeinden hoch her. Auch in manchen Unternehmen wird auf die eine oder andere Weise ausgiebig gefeiert. Die Katerstimmung tags drauf ist dabei fast schon vorprogrammiert.

Ähnlich wie bei meinem Beitrag zur Weihnachtsfeier „Vorsicht Karrierefalle“ möchte ich hier auf die noch zahlreicheren Stolperfallen und Fettnäpfchen hinweisen.

Urlaubsanspruch, Brauchtumstage, frei für alle?

In einigen Städten ist der Rosenmontag als Brauchtumstag nahezu gesetzt, nichts geht mehr in den Innenstädten. Hier gibt es viele Unternehmen, die ihren Mitarbeitern frei geben aber in den Randbereichen und den kleineren Städten in der Peripherie der Karnevalshochburgen ist das bei weitem nicht überall so. Einen Anspruch auf einen freien Tag, noch dazu ohne Urlaub einzureichen, haben Sie auf keinen Fall.

Sprechen Sie Ihre Kollegen an und fragen Sie, wie das in der Firma gehandhabt wird. In einigen Branchen, z.B. Gastronomie, Hotellerie oder öffentlicher Dienst, sind gerade diese Tage Pflichtarbeitstage.

Wenn das Unternehmen oder Teile der Kollegenschaft gemeinsam zu einer Karnevalssitzung oder zum Karnevalszug gehen, ist das immer eine gute Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen. Doch Vorsicht bei zu enger Tuchfühlung. Insbesondere Menschen, die die Gepflogenheiten im Karneval nicht so gut kennen, sind schnell überfordert.

Richtet das Unternehmen eine Karnevalsfeier aus oder liegt es günstig am Zugweg und organisiert eine Party mit Gästen, um gemeinsam den Zug anzuschauen, gelten die gleichen Spielregeln wie auf jeder Firmenfeier. Die Verkleidung, auch gerne mal etwas gewagter als üblich, kommt stärker bei der Inhouse-Party als am Zugweg als Risikofaktor auf Sie zu. Knappe Kleidung, tiefe Einblicke oder gar sonst nur im Fetischbereich übliche Outfits sind nicht selten. Ich rate im Kollegenkreis zur dezenten Verkleidung. Heben Sie sich die gewagtere Verkleidung für die Feiern im Freundeskreis auf. Sie sollten nicht der Verführung anheimfallen, wenn Ihre Kollegen hier andere Maßstäbe ansetzen.

Dann noch der Alkohol – an Karneval ist alles etwas lockerer, auch der Genuss von Alkohol. Der Alkoholkonsum sollte in keinem Fall dazu führen, ausfällig zu werden, es dem Chef oder den Kollegen jetzt mal richtig zu zeigen oder gar dem Kollegen / der Kollegin zu nahe an die Wäsche zu gehen. Auch wenn die Kollegen kostümbedingt etwas auffälliger oder knapper bekleidet daher kommen, ist das keine Einladung, über die Stränge zu schlagen.

Ob der Alkohol in Ihrem Unternehmen erlaubt, geduldet oder verboten ist, gilt es vorab zu klären. Dass Sie am Abend mit dem Alkohol vorsichtig umgehen sollten, wenn Sie am nächsten Tag arbeiten, ist selbstredend.

Das Bützcher, die Stippefot und das Schunkeln sind im Rheinland für die Jahreszeit typische Verhaltensformen der Eingeborenen und der sich dazu berufen fühlenden Immis (kölsches Wort für außerhalb Kölns geborene, die jetzt in Köln leben). Das Bützchen ist ein kleines Küsschen auf die Wange, seltener auf den Mund bei geschlossenen Lippen. Beim Stippefot stellt man sich in leicht gebeugter Haltung Rücken an Rücken und rubbelt mit seinem Gesäß an dem des anderen.

Beim Schunkeln klemmt man Arm in Arm meist in größeren Massen und wiegt zu saisonal angesagten und altbewährten Gassenhauern, mehr nicht!

Wer nicht mitmacht, wird schnell als Muuzepuckel oder Miesepeter abgestempelt. Wer über das Ziel hinausschießt, gar als Föttchesföhler.

Ein weiterer Brauch, dass am Weiberfastnacht die Damen den Herren bis 11:11 Uhr die Krawatte abschneiden (dürfen) und dafür ein Bützchen geben (dürfen, nicht müssen!), hat schon in einigen Fällen zu fristlosen Kündigungen geführt. Den Herren sei gesagt, dass sie sich für diesen Tag entweder eine alte Krawatte umbinden sollten oder ohne kommen (Vorsicht Mutzepuckel-Gefahr). Bitte informieren Sie auch Gäste aus anderen Teilen der Welt, was da auf sie zukommen kann. Es kann auch nicht schaden, die Kolleginnen und Kollegen zu informieren, wenn an diesem Tag wichtiger Besuch im Haus ist, der den Krawattenbrauch nicht kennt.

Ob Helau, Alaaf oder andere närrische Grußformeln richtig angewendet werden, ist sicher nicht karriereentscheidend. Wenn Sie hingegen in Ihrer Karnevalsansprache in Köln vom Prinzenpaar sprechen, seien Sie gewiss, dass man diesen Fauxpas bestimmt nicht vergessen wird.

In dem Sinne, viel Spaß und gute Stimmung in der närrischen Zeit!

Bis nächste Woche

Ihr www.bewerber-abc.de Team.

 

 

 

 

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