Archiv der Kategorie: Bewerbung Allgemein

Bei der Bewerbung gibt es für den Bewerber einige Dinge zu beachten. Sei es im Anschreiben, Lebenslauf, bei den Arbeitszeugnissen und auch später im Bewerbungsgespräch. Auf www.bewerber-abc.de finden Bewerberinnen und Bewerber wertvolle Hinweise.

Christof Wirtz Bewerber-ABC

Wechselmotivation

Heute geht es um die Bewerber, die bei ihrem alten Arbeitgeber gekündigt haben, um eine neue Stelle anzutreten. Es geht weniger um die Bewerber, denen gekündigt worden ist, oder die, die einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet haben.

Hier stellt sich die Frage, wie meine Wechselmotivation, also die Absicht, die hinter der Kündigung steckt am besten dargestellt werden kann.

Wenn Sie kündigen, haben Sie bereits einen neuen Anstellungsvertrag unterzeichnet. Alles andere ist zu vermeiden bzw. Blindflug, der nicht im Sinne Ihrer Karriere ist. Wenn Sie einen neuen Job haben, bitten Sie nicht um Kündigung, Sie kündigen selber. Sollten Sie früher aus Ihrem alten Anstellungsvertrag rauskommen wollen, also früher als die von Ihnen vereinbarte Kündigungsfrist, geht das in der Regel nur über einen Aufhebungsvertag unter Zustimmung Ihres alten Arbeitgebers.

Gründe für die Kündigung

Was hat Sie dazu bewegt, den alten Arbeitgeber zu verlassen?

  • Gehalt
  • Weiterentwicklung
  • Arbeitszeiten
  • Reisetätigkeiten
  • weniger pendeln
  • (drohende) wirtschaftliche Lage
  • Kollegen
  • Verhalten des Vorgesetzten
  • Arbeitsumfeld
  • Aufgabenstellung weicht von ursprünglichen Vereinbarungen ab
  • Zielsetzungen unrealistisch
  • neue Vorgesetzte
  • Verkauf oder Zukauf von Unternehmen(steilen)
  • (mangelnde) Perspektive

Diese Liste lässt sich sicher noch um einige Punkte erweitern. Ob es beim neuen Arbeitgeber besser ist, wird sich (hoffentlich) zeigen. Wie groß Ihr Anteil an den Beweggründen ist, will Ihr Gegenüber im Bewerbungsgespräch feststellen. Es liegt oft an beiden Seiten, wenn es zu einer Kündigung kommt.

Gehalt, Weiterentwicklung

Wenn Sie vortragen sich persönlich, inhaltlich, von Ihren Führungsaufgaben her oder gehaltlich weiterentwickeln zu wollen, sind das gute Wechselmotivationen, die in der Regel keine größeren Probleme im Gespräch verursachen, es sei denn, Sie wechseln öfter alle zwei Jahre.

Arbeitszeiten

In Bezug auf Arbeitszeiten kommt es darauf an, wieviel Sie in der vorhergehenden Stelle mehr gearbeitet haben. Bei einer Reduktion auf Teilzeit wird, auch wenn es mittlerweile einen gesetzlichen Anspruch darauf gibt, immer ein Fragezeichen bleiben wie z.B.: „Macht er/sie das bei uns auch?“.

Weniger reisen, weniger pendeln

Oft wollen Mitarbeiter aus Vertrieb und Beratung, wenn sie eine Familie gründen, verständlicherweise weniger reisen bzw. weniger pendeln und denken über einen Wechsel nach. Dass dieser oft mit Gehaltseinbußen einhergeht, ist ein anderes Thema. Dieser Grund ist offen und klar kommuniziert für jeden nachvollziehbar, birgt dennoch die Gefahr, dass „Macht er/sie das bei uns auch?“ im Raume unbeantwortbar stehen bleibt.

Wirtschaftliche Lage

Ob die schlechte wirtschaftliche Lage sich abzeichnet, schon eingetreten ist oder gar erste Auswirkungen in Formen von Entlassungen im Unternehmen zeigt. Jeder versteht, dass Ihre Verantwortung in erster Linie sich selbst gegenüber und der eigenen Familie gehört. Doch auch hier gibt es Stolpersteine. Sind Sie als Vorgesetzter, im Vertrieb oder anderen verantwortlichen Positionen spürbar an dieser Misere (mit) beteiligt? Es bleibt zudem die Frage offen, ob Sie nicht länger hätten ausharren und mitkämpfen sollen, um den drohenden Schaden abzuwenden. Hier ist es wichtig, sich gut und intensiv mit möglichen Fragestellungen auseinander zu setzen. Es gibt unterschiedliche Typen in Bewerbungsgesprächen. Während der eine eine solche Situation verstehen kann und ähnlich handeln würde, bringt der andere keinerlei Verständnis für Ihre Handlung auf. Vorbereitung ist wichtig, situatives Gespür für Ihre Gesprächspartner ebenfalls.

Verhalten der Kollegen, Verhalten des Vorgesetzten

Größte Vorsicht ist geboten, wenn das Verhalten „der anderen“ Kollegen oder gar Vorgesetzten Ihren Wechsel begründen sollen. Es bleibt immer etwas an Ihnen selber haften. Bringen Sie sich dabei nicht in eine Opferrolle. Gestehen Sie selber Fehler ein, z.B. „ Ich habe die Situation vor Ort und das Spannungsfeld unterschätzt.“ Idealerweise vermeiden Sie diese Begründung für Ihren Wechsel. Waren es gar Spannungen mit dem Vorgesetzten, ist allergrößte Vorsicht geboten. Ein guter Mitarbeiter hat keine Spannungen mit dem Vorgesetzten. Alles andere wird Ihnen zum Verhängnis. Dieser Punkt ist zu vermeiden und nur in ganz wenigen Ausnahmesituationen anzuwenden, z.B. bei Übergriffen am Arbeitsplatz oder anderem persönlichem Fehlverhalten des Vorgesetzten.

Arbeitsumfeld

Sie hat das Arbeitsumfeld gestört. Ok, lassen Sie sich bitte etwas Besseres einfallen. Dieser Wechselgrund ist zu profan. In jedem Unternehmen gibt es Situationen, die nicht allen gefallen. Deshalb wechselt man nicht. Auch hier mag es im Einzelfall Ausnahmen geben, wenn es wirklich schlimm gewesen ist. Bitte nur im äußersten Notfall verwenden und keinesfalls mehrmals hintereinander.

Aufgabenstellung weicht von ursprünglichen Vereinbarungen ab

Aufgabenstellungen ändern sich im Laufe der Zeit. Weichen diese von dem ab, was ursprünglich im Arbeitsvertrag oder (schriftlichen) Nebenabreden vereinbart worden ist, ist es erstmal ein Zeichen von Flexibilität und Loyalität, wenn Sie sich den geänderten Bedingungen anpassen und Ihren Arbeitgeber so gut es geht dabei unterstützen. Das ist die erste Pflicht eines guten Angestellten und vor allem einer guten Führungskraft. Manchmal sind es sogar die Springer im Unternehmen, die alles machen können und vieles schon gemacht haben, die zur Führungskraft berufen werden. In einigen Unternehmen ist die Jobrotation auf Führungsebene Standardprogramm und Auswahl für höhere Positionen.

Zielsetzungen unrealistisch

Unrealistische Zielvorgaben oder Zielvereinbarungen sind ein schwieriges Thema, weil die Bewertung des Ziels bzw. der Unerreichbarkeit viel Erfahrung im jeweiligen Segment voraussetzt. Auch bei neuen Arbeitgebern werden die Latten hoch gehängt und man erwartet, dass Sie alle Kraft einsetzen, um die Ziele zu erreichen und nicht gelangweilt drüber stolpern oder gar ohne die Latte zu reißen drunter her wandern.

Neue Vorgesetzte

Neue Vorgesetzte bringen insbesondere für in direkter Linie berichtende Führungskräfte die Gefahr mit, dass „die Chemie nicht stimmt“ oder diese ihr eigenes Team mitbringen. Auf der anderen Seite des Bewerbungstischs wird sich die Frage stellen, warum lässt man denn einen so guten (wie Sie selber von sich sagen) Mitarbeiter/Führungskraft gehen? Es gilt sehr gut abzuwägen, ob diese Wechselmotivation sinnvoll ist oder nicht. Im Zweifel, wenn Sie ein etwas besseres / ungefährlicheres Argument haben, nutzen Sie dieses.

Verkauf oder Zukauf von Unternehmen

Unproblematisch bei der Wechselmotivation ist in der Regel der Verkauf oder Zukauf von Unternehmen(steilen). Insbesondere, wenn Sie selber gegangen sind.

Mangelnde Perspektive

Die (mangelnde) Perspektive oder (vermeintliche) Weiterentwicklung ist der meistgebrauchte Grund, um einen Wechsel zu begründen. Genau deshalb ist dieser Begriff sehr abgenutzt und wird gerne als „Ausweich“-Floskel genutzt. Machen Sie sich darauf gefasst, dass Sie so einfach nicht davon kommen. Hier wird im Bewerbungsgespräch gerne nachgehakt, manchmal auch erst nach ein paar weiteren Sätzen. („Kommen wir noch mal auf Ihre Weiterentwicklung zurück…“). Wenn nichts Brauchbares, oder Stimmiges von Ihnen kommt, bricht dieses Argument wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Übrig bleibt „Der rückt aber nicht mit der ganzen Wahrheit raus.“ Dies ist unbedingt zu vermeiden ist.

Möchten Sie wissen, was ich zu Ihren Wechselmotivationen zu sagen habe? Schreiben Sie mir christof.wirtz@abc.jetzt

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Recruiting 4.0 Computer oder Mensch? Wer findet die richtigen Mitarbeiter in Zukunft?

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„Die Mensch Maschine, Halb Wesen und halb Überding.“ Schon vor rund 40 Jahren hat die Band Kraftwerk also schon prognostiziert, dass Maschinen, also z.B. Computer, vieles besser können werden als wir. Aber ist das heute tatsächlich so? Alexander Lampe geht im „Remscheider Wirtschafts-A!B!C“ genau dieser Frage nach.

Sind es Logarithmen und Bots, die passgenau den richtigen Bewerber für eine Stelle finden, oder spielt der Mensch in diesem Prozess doch noch eine entscheidende Rolle?

Sind Computerprogramme wirklich objektiv und was ist mit weichen und vielleicht entscheidenden Faktoren bei Personalempfehlungen?

Viele Fragen, viele Antworten, wie immer bei rs1.tv

 

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Christof Wirtz Bewerber-ABC

„Schreiben Sie mir einen Lebenslauf?“ – Leserfrage

Leserfrage:

Eine Bewerberin rief mich heute an und fragte, ob ich ihr einen Lebenslauf schreiben könne.

Was halten Sie von diesem Service? Ist es sinnvoll, das sich Bewerber ihre Lebensläufe schreiben lassen oder denken Sie, „Das geht auf keinen Fall?“.

Ich bin gespannt auf Ihre Zuschriften und Reaktionen.

Erste Antworten von mir zum fremderstellten Bewerbungsunterlagen finden Sie Mein Lebenslauf .

Das Bewerber-A!B!C verabschiedet sich in die Sommerpause. Wir sind ab dem 1. September wieder für Sie da.

Ihr Team von www.bewerber-abc.de wünschte allen Leserinnen und Lesern erholsame Sommerferien und gute Reise!

 

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Traumjobs

Berufswahl leicht gemacht – und schwer gefallen.

Berufswahl:

Wo passe ich hin, was mache ich nach der Schule?

Soll ich eine Ausbildung machen oder soll ich studieren?

Welchen Beruf soll ich erlernen? Welche Fachrichtung soll ich studieren?

Welche Branche passt zu mir und welche Unternehmensgröße? Eher das kleine mittelständische Unternehmen familien-inhabergeführt oder doch ein Konzern?

Soll ich vor dem Studium nicht besser noch eine Ausbildung machen, zur Sicherheit?

 

Das sind einige und gewiss nicht alle Fragen, die sich von Klasse 9 an heutigen Schülerinnen und Schülern stellt.

So viel vorweg, eine pauschale Antwort finden Sie hier nicht. Ich möchte Sie auf diese Fragen vorbereiten und Sie in die Lage versetzen, Ihre Antwort selber zu finden. Wenn Sie Eltern oder Lehrerin/Lehrer sind, können Sie mit dieser Vorbereitung auch Ihren Kindern und Schülerinnen und Schülern weiterhelfen.

Es ist immer gut, vorab sich selber kennen zu lernen. Stellen Sie sich Frage, wo Sie sich wohlfühlen. In welchen Situationen, Momenten und bei welchen Tätigkeiten. Entweder beobachten Sie sich in konkreten Situationen oder Sie stellen sich diese im Geiste vor.

Schreiben Sie das auf, was Sie fühlen. Als Überschrift nutzen Sie bitte das Wort „Stärken“.

Der Prozess kann durchaus ein paar Tage oder 2-3 Wochen dauern. Lassen Sie sich Zeit. Aber bitte nicht der „Auffschieberitis“ verfallen und alles am letzten Tag machen. Sie sollten sich auch vorab ein Datum setzen, an dem Sie fertig sein wollen. (Nervt das schon, fühlen Sie sich dabei unter Druck gesetzt? Bitte auf einem zweiten Blatt notieren.)

Als nächstes nehmen Sie sich ein weiteres Blatt. Stellen Sie sich jetzt bitte Situationen vor, die Ihnen eher unangenehm sind oder bei denen Sie sich nicht wohl oder unsicher gefühlt haben.

Schreiben Sie das auf, was Sie fühlen. Als Überschrift für die zweite Seite nutzen Sie bitte das Wort „Schwächen“.

Sie haben jetzt ein Grundgerüst Ihrer Stärken und Schwächen. Bauen Sie Ihre Stärken aus und arbeiten Sie an den Schwächen, die für Sie bzw. in Ihrem zukünftigen Beruf später wichtig werden können.

Anhand dieser Basis können Sie zusammen mit Berufsberatern ein erstes Bild skizzieren, was zu Ihnen passen könnte.

Wo finden Sie die Berufsberater?

Auf zahlreichen Ausbildungsmessen sowie bei der Agentur für Arbeit und auch an Schulen gibt es Veranstaltungen zum Thema. Sie haben schon konkrete Berufsbilder im Sinn oder Ihre Eltern und Verwandten empfehlen Ihnen den einen oder anderen Beruf?
Informieren Sie sich dazu im Internet, suchen Sie nach entsprechenden Anforderungsprofilen und Ausbildungsbildern bzw. Berufsbildern und auch schon mal nach späteren Aufstiegsmöglichkeiten, falls Ihnen danach ist.

Diese Anforderungsprofile können Sie mit Ihren Stärken/Schwächen abgleichen. Was brauche ich, was bringe ich mit.

Um festzustellen, ob Ihnen das Ganze denn auch wirklich Spaß macht, gibt es die Möglichkeit, über Praktika, Ferienjobs oder Betriebsbesichtigungen die Unternehmen und Berufe vor Ort kennen zu lernen.

Wichtig hierbei ist, dass Sie sich auch gut mit Ihren Fragen auf die Tage im Schnupperjob vorbereiten.

Ist es alles so, wie ich mir das vorgestellt habe ist nicht die richtige Frage, die Sie sich stellen sollten. Stellen Sie sich vor, Sie sind 3,5 oder 10 Jahre älter und haben die Ausbildung in dem Beruf gemacht, in den Sie jetzt ein paar Wochen reingeschnuppert haben. Fühlen Sie sich in Ihrer Vorstellung immer noch wohl? Wollen Sie mehr oder doch was ganz anderes? Was fehlt Ihnen zum Wohlfühlen? Wo liegen die Punkte, die Sie nicht mögen, bei denen Sie sich unsicher und unwohl fühlen?

Liegt das alles nur am Beruf, am Unternehmen oder den Kollegen und Vorgesetzten? Oder gibt es auch was in Ihrem Inneren? Was sind Sie bereit, dafür zu geben, dass sich das ändert oder an sich zu ändern, um den passenden Beruf zu finden?

Glücklich werden kommt nicht von „viel erhalten“. Eher von „viel an andere geben“ und „mit sich und seiner Umwelt zufrieden und im Reinen zu sein“. Wenn Sie andere verändern wollen, fangen Sie am besten bei sich selber an, denn glücklich wird durch Ihre Absicht, andere zu ändern, niemand. Der/die andere nicht und Sie selber erst recht nicht. Sie werden immer wieder Neues finden, was geändert werden sollte.

Wenn alles gepasst hat, super. Probieren Sie dennoch was anderes im Praktikum während der Schule mal aus. Es schadet nicht und wird Sie entweder in Ihrer Ansicht bestärken oder Sie finden etwas, dass noch besser passt.

Wenn Sie sich für einen Beruf entschieden haben, kommt die Frage nach Ausbildung, Studium oder duales Studium (mit Ausbildungsabschluss). Hier ist es sinnvoll, darüber nachzudenken, was das langfristige Ziel ist. Wollen Sie Führungskraft werden oder reicht Ihnen eine Sachbearbeiterposition aus?

Wollen Sie gar in Forschung und Lehre sollten Sie eine Promotion anstreben. Ebenso verhält es sich bei den meisten Vostandspositionen in größeren Unternehmen.

Je mehr und je früher Sie sich mit sich und Ihren Wünschen und Fähigkeiten beschäftigen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit das Passende zu finden. Bitte bedenken Sie immer dabei, dass das Scheitern nur ein weiterer Schritt zu Ihrem Erfolg ist. Sowohl Thomas Alva Edison (Erfinder der Glühbirne) als auch Michael Air Jordan (Basketballspieler) und viele andere, haben auf Ihrem Weg zum Erfolg viele Misserfolge einstecken müssen. Ja sie waren sogar die Grundlage dafür, dass sie erfolgreich geworden sind. Ohne die Misserfolge und die Überwindung des Scheiterns wären sie nicht das geworden, was sie erreicht haben.

Noch ein wichtiger Tipp zur Zielerreichung. Schreiben Sie sich Ihre Ziele auf. Ein kleines Notizbuch, das Sie einmal im Jahr rausholen und schauen wie weit Sie auf dem Weg zu Ihrem Ziel gekommen sind. Sozusagen, Ihr Karrierelotse bzw. Ihr Karrierelogbuch. Was will ich in 1, 3 und 5 Jahren erreicht haben. Im nächsten Jahr schauen Sie sich an, was Sie im Jahr 1 erreicht haben und passen evtl. Jahr 3 und 5 an und legen ein neues Ziel für das nächste Jahr fest. Weitere Tipps zur Wahl von Branche, Unternehmen und Beruf.

Sie haben bis hierhin alles gelesen und wissen nun noch weniger als zuvor? Nein, bestimmt nicht. Fangen Sie langsam mit den ersten Schritten an und holen Sie sich Feedback zu Ihren Stärken und Schwächen von Eltern, Freunden und Familie. Auch Lehrer können weiterhelfen.

Nutzen Sie die Chancen der Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit und weiteren Veranstaltungen. Fragen Sie Nachbarn und Bekannte oder der Eltern bzw. ältere Geschwister, was wichtig ist im jeweiligen Beruf und auch was anders war beim Übergang Schule/Ausbildung, Schule/Studium und dem späteren Beruf. Der viel beschrieben Praxisschock ist keiner, wenn Sie sich auf die bevorstehenden Änderungen vorbereiten.

Sie haben noch Fragen zum Thema Berufswahl, Studienwahl, Branchenwahl oder stehen vor Veränderungen?

Bitte melden Sie sich bei christof.wirtz@abc.jetzt .

Weitere Informationen zu Beruf, Karriere und Bewerbung finden Sie auf www.bewerber-abc.de

 

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Christof Wirtz Bewerber-ABC

Jobwechsel und Lücken im Lebenslauf begründen

Jeder, der sich schon mal beworben hat, kennt die Frage nach seinen Lücken im Lebenslauf. „Warum haben Sie damals das Unternehmen verlassen?“ oder „Was war der Grund, dass Sie gewechselt haben?“. Einige liefern die Wechselmotivation mittlerweile sogar schriftlich im Lebenslauf nach den größten Erfolgen mit.

Ähnlich ist es bei den Lücken, die entstehen, wenn der eine Job schon beendet ist und der nächste erst einige Zeit später anfängt bzw. Sie länger auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind.

Grundsätzlich gibt es fünf Grundtypen der Kündigung

Kündigung des Arbeitnehmers Insolvenz des Unternehmens Aufhebungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen Betriebsbedingte Kündigung Verhaltensbedingte Kündigung

Siehe auch Kündigung.

Eigene Kündigung

Wenn Sie kündigen und eine neue Stelle haben (unterschriebener Vertrag), ist alles gut. Sie sollten sich nur eine Antwort für die Frage nach der Wechselmotivation überlegen, die Sie in den kommenden Jahren bei weiteren Wechseln geben, wenn Sie gefragt werden.

Haben Sie selber gekündigt und keine neue Stelle, dann wird das mit der Antwort schon schwieriger. Niemand sollte ohne wichtigen Grund kündigen, wenn keine neue Beschäftigung da ist. Hier wird meist die Antwort, die Sie geben hinterfragt und es bleiben meistens Zweifel, ob Ihre Antwort richtig ist. Je länger die Auszeit ist, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg in den Job. Liegt das Ganze schon eine Weile zurück und haben Sie mittlerweile eine neue Beschäftigung gefunden, wird hier an der Stelle oft stärker nachgefragt. Viele Unternehmen befürchten, dass der Kandidat diese Verhaltensweise erneut an den Tag legt und „die Flinte zu schnell ins Korn wirft“.

Kündigung nach Insolvenz des Unternehmens

Ist Ihr alter Arbeitgeber insolvent geworden oder drohte eine Insolvenz, gab es Unregelmäßigkeiten bei der Gehaltszahlung oder zeichneten sich Lieferantensperren ab, dann ist es aus Ihrer Sicht nicht nur ihr gutes Recht, sondern auch Ihre Pflicht, sich nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen. Aus Sicht Ihres insolventen Arbeitgebers sieht das evtl. wie Fahnenflucht aus. Seien Sie sicher, dass Sie außer guter Worte meist nichts bekommen werden, wenn Sie bis zum Ende bleiben. Etwas schwieriger wird es für leitende Angestellte, Vertriebsmitarbeiter und Geschäftsführung, wenn Insolvenz und wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens die Wechselmotivation sind. Diese Gruppen sind für Erfolg und Misserfolg stärker mitverantwortlich als die anderen Mitarbeiter. Hier gilt es, die eigenen Fehler im Vorfeld zu analysieren und mit einer gut ausgewogenen Antwort sich im Gespräch auf weitere Nachfragen einzustellen.

Aufhebungsvertrag (im gegenseitigen Einvernehmen)

Der Aufhebungsvertrag „im gegenseitigen Einvernehmen“ wird oft von Bewerbern als der bevorzugte Weg gesehen. Entweder Sie möchten schneller, unter Umgehung der vereinbarten Kündigungsfrist das Unternehmen verlassen oder Ihr (neuer) Vorgesetzter möchte sich von Ihnen (warum auch immer!) trennen und bietet diesen sanften Ausstieg mit „Abwrackprämie“ und/oder Freistellung mit Lohnfortzahlung bis zum Ende der Kündigungsfrist an. Meist verlockende Angebote mit Ausblick auf 3 bis 9 Monate bezahlten Sonderurlaub.

Hier ist größte Vorsicht geboten!

Ihr Arbeitgeber oder dessen Vertreter hat nur ein Ziel. Er möchte Sie (warum auch immer!) loswerden und ist bereit, dafür zu zahlen. Es geht ihm nicht um Ihr Wohlergehen. Und genau das ist es, was Ihnen später im Bewerbungsgespräch Ihre Antwort schwer macht. Sie nennen einen Wechselgrund, im Arbeitszeugnis steht eine wohlgemeinte Floskel und beim Referenzanruf (ja, die Anrufe gibt es, insbesondere in Führungspositionen) kommt der ehemalige Arbeitgeber nach einigem Nachfragen mit der Antwort raus. Oder aber der Gesprächspartner, oft der Entscheider, hat Zweifel an Ihrer Begründung. „Warum auch immer wollte der neue den Mitarbeiter denn jetzt wirklich loswerden, was verheimlicht er mir bzw. was weiß er gar nicht über sich?

Alles drei für Ihr Bewerbungsgespräch schwierige Stolperfallen. Auch hier müssen Sie sich sehr gut vorbereiten. Der Königsweg lautet: „Keine Aufhebungsverträge!“ (im Sinne zukünftiger Bewerbungsgespräche.

Betriebsbedingte Kündigung

Die betriebsbedingte Kündigung aufgrund Auftragseinbruch, nach Unternehmensverkauf oder -zukauf, aufgrund wirtschaftlich schwerer Lage, in nationalen/regionalen Krisenzeiten etc. ist eine Antwort, die, wenn sie auch so im Zeugnis formuliert ist oder durch größere Entlassungen von Kollegen belegbar ist, ist eine brauchbare Antwort. Sie ist allerdings keine gute Antwort.

Warum werden Sie evtl. vor anderen entlassen? Ist der betriebsbedingte Grund evtl. nur vorgeschoben, wollte man sich von Ihnen trennen, ohne Ihnen eine Abfindung zahlen zu müssen? Werden Sie erst nach der dritten oder vierten Kündigungswelle erfasst, fragt sich der neue Bewerbungsempfänger, warum Sie sich nicht von selbst schon früher um eine neue Perspektive bemüht haben. Ähnlich wie im Falle der Insolvenz sind die wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch bei Vertrieb, leitenden Angestellten und Geschäftsführung schwieriger zu begründen.

Verhaltensbedingte Kündigung

Eine verhaltensbedingte Kündigung, egal aus welchem Grund, ist zu vermeiden. Egal, wie Sie ihr Verhalten begründen werden, es wird Ihnen in der Bewerbung äußerst schwer fallen, überhaupt in ein Gespräch rein zu kommen. Im Gespräch selber ist fast nur der Weg eines Eingeständnisses eines „sehr großen Fehlers“ unter „Nichtbeachtung der möglichen Folgen“ möglich.

„Generell vermuten die Bewerbungsempfänger immer das Schlimmste beim Bewerber.“ So mögen Sie oder andere Bewerber denken. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten Mitarbeiter aus HR oder Fachabteilung und auch aus Führungsebenen genau das nicht machen. Viele sehen erst mal das Positive am Bewerber. Allerdings sehen die durch lange Jahre Praxis geschulten Augen in Lebensläufen und Zeugnissen schon mal die kleinen Haken und fragen nach, was ja auch ihre Pflicht ist.

Viele Bewerber sind sich der Sprengkraft, die in ihren Unterlagen schlummern, nicht bewusst und gehen sorglos damit um. Ein wenig Vorbereitung hilft in den allermeisten Fällen aus, um die Klippen im Gespräch zu meistern.

Vermeiden Sie bitte alle Arten der Kündigung, außer Sie kündigen selber. Vermeiden Sie Lücken und beschäftigungslose Zeiten. Wenn das nicht geht, suchen Sie nach einer plausiblen und vertretbaren Antwort, ohne sich bei der Begründung in Widersprüche zu begeben oder in die Opferrolle. Beides führt zum Ausschluss aus dem Bewerbungsverfahren in den allermeisten Fällen.

Versuchen Sie, sich bei Personalberatern oder Coaches Hilfe für die Begründungen zu Ihrem beruflichen Lebensweg zu holen. Auch das Gespräch mit einem Dritten kann Ihnen schon aufzeigen, ob Ihre Begründungen bewerbungstauglich sind.

Wenn Sie spezielle Fragen haben, können Sie mich unter christof.wirtz@abc.jetzt kontaktieren.

www.bewerber-abc Tipps und Tricks zu Beruf, Karriere und Bewerbung.

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Christof Wirtz Bewerber-ABC

Die Lebenslaufvorlage.

In meinen Karriereberatungsgesprächen beim VDI werde ich ab und an gefragt, was ich von Lebenslaufgeneratoren und einer Lebenslaufvorlage halte. In meiner täglichen Arbeit als Personalberater sehe ich gelegentlich die Ergebnisse, wenn ein Bewerber eine Lebenslaufvorlage nutzt.

Als Konzeptpapier sehe ich durchaus Einsatzmöglichkeiten für die automatisierte Lebenslauferstellung. Das Ergebnis kann aber nicht ein versandfertiger Lebenslauf sein. An diesem Dokument muss noch individuell gearbeitet werden. Schließlich ist es Ihre erste Arbeitsprobe. Daran werden Sie gemessen!

Vorlagen für Word finde ich prinzipiell nicht schlecht. Was mich stört ist, dass die Hälfte der genutzten Vorlage die erste Standardvorlage ist und weitere 30-40% aus den drei folgenden Vorlagen bekannter Schreibsoftware bestehen. Wo bleibt da die Individualität?

Ein ganz besonderes „No go“ sind aus meiner Sicht die Logos und Reklamehinweise auf gängigen CV-Generatoren-Websites in den versandten Unterlagen.

Natürlich sind die gerade bei großen Unternehmen eingesetzten Bewerbungsportale letztendlich auch nichts anderes als ein standarisierter Prozess für die Masse an Bewerbern, die hier abzufertigen ist. Aus den meist unstrukturierten Daten vieler einzelner Bewerber werden so die für die digitalisierte Weiterbearbeitung notwendigen Daten gleich zu Beginn in den Standarddatenprozess erfasst.

Auch hier bleibt Ihre Individualität auf der Strecke und wird dem (Standard Bewerbungs-) Prozess geopfert. Was im großen Konzern ja durchaus sinnvoll sein kann.

Entwerfen Sie ihre eigene Lebenslaufvorlage. Aus meiner Sicht am liebsten minimalistisch mit wenig Begrenzungslinien oder Rahmen (Ihr CV braucht keinen grafischen Halt!) und ohne Schnörkel.

Nutzen Sie nur eine Schriftart in max. 2 Größen und wenig Unterstreichungen und Darstellung in „fett“ (bold). Die Wahl der Schriftart bleibt Ihnen freigestellt. Aus meiner Sicht ist „Times New Roman“ etwas in die Tage gekommen, „Arial“ ist zwar etwas frischer, aber auch schon sehr oft verwendet. Die Schriftart muss auf dem Monitor und auf dem Papier gut lesbar sein. Schreibschriftarten oder zu stark verfremdete Schriftarten bitte direkt weglassen.

Ihre Unterschrift bitte auf keinen Fall mit einer Schreibschriftart nachempfinden! Entweder einscannen oder, was nicht so ideal ist, ohne Unterschrift versenden.

Die Dokumente sind als PDF zu versenden. Bitte nicht als Worddatei und auch nicht als Bilddatei.

Weiterführende Links:

Der optimale Lebenslauf

CV – Curriculum vitae – Lebenslauf auf Englisch (Gastbeitrag von Harald Schneider)

Weitere Beiträge zu den Themen Bewerbung, Beruf und Karriere finden Sie unter www.bewerber-abc.de .

Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie mich gerne unter christof.wirtz@abc.jetzt anschreiben.

 

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Vorstellungsgespräch

Ausreden und ausreden lassen (im Bewerbungsgespräch).

Mir fällt im Bewerbungsgespräch immer öfter auf, dass gerade junge Bewerber ihre Gesprächspartner nicht ausreden lassen.

Der zukünftige Vorgesetzte stellt z.B. eine Frage zum Lebenslauf und bevor er noch den zweiten Teil des Satzes ausformulieren kann, fängt der Bewerber an zu antworten.

Ein anderes Beispiel war jüngst ein Kandidat, der bei der Vorstellung des Unternehmens an zu lächeln fing und mitten im Satz anhob, das er diese Information heute Morgen schon auf der Website gelesen habe.

Es zeugt, auch wenn sich das nach ‚alter Schule‘ anhört, von wenig Respekt gegenüber seinem Gesprächspartner, wenn man diesen unterbricht. Aus meiner Erfahrung reagieren zukünftige Vorgesetzte da sehr allergisch. Es kommt zum Abbruch des Gesprächs, die Bewerbung hört an dieser Stelle auf. Auch wenn aus formellen Gründen das Ganze noch 10.15 min weiter läuft. An dieser Stelle ist die Entscheidung gefallen, dass dieser Kandidat nicht weiter kommt.

Bei den Bewerbungsgesprächen, an denen ich teilnehmen konnte, haben wir oft nachher noch zusammen gesessen und eine erste Feedbackrunde zum Kandidaten gemacht. Die ‚nicht-ausreden-Lasser‘ wurden durch die Bank abgelehnt. Interessanterweise, konnten einige der Gesprächsteilnehmer nicht genau sagen, was sie denn am Bewerber gestört hat. Auf meinen Hinweis, ob das an den Unterbrechungen gelegen haben könnte, war das nahezu immer der Fall.

Das ‚nicht-ausreden-lassen‘ erzeugt also schon unbewusst ein Störgefühl beim Gesprächspartner. Meine Frage, die ich auch im Nachhinein an die Kandidaten gerichtet habe, war ob das beim Bewerber auch der Fall ist und warum er den anderen unterbrochen hat.

In der Hälfte der Fälle haben die Bewerber es nicht gemerkt. Vielleicht gehört es ja im privaten oder in Schule/Beruf/Hochschule schon zum normalen Umgangston, dass sich die Gesprächspartner nicht ausreden lassen.

Die andere Hälfte bestätigte, dass sie ungeduldig waren oder die Antwort so schnell wie möglich geben wollten.

Meine Empfehlung, entspannen Sie sich. Zählen Sie intern bis drei, nachdem der Gesprächspartner seine Frage oder seinen Satz beendet hat. Dieses wird oft durch ein körpersprachliches Signal und eine Betonung der letzten Silbe eingeleitet. „Der Ball liegt dann in Ihrem Feld.“

Ausreden

Auf der anderen Seite fallen mir die Ausreden ein, die so manch Bewerber auf Fragen von sich gibt. Schnell geht man dann in die Opferrolle. Die anderen (Kollegen, Vorgesetzten) oder die Konkurrenz oder die Umstande sind schuld an der eigenen Misere.

Hüten Sie sich davor! – „Die Entschuldigungsabteilung hat (im Vorstellungsgespräch) geschlossen!

In dem Moment, in dem Sie einen anderen für Ihre Situation verantwortbar machen, passieren im Gespräch auf der gegenüberliegenden Seite zwei Dinge. Man sucht nach den Fehlern, die Sie verschwiegen haben, welche zur Situation beigetragen haben könnten. Man sucht nach dem Verhaltensmuster bei Ihnen, dass Sie keine Fehler zugeben können.

Beides führt in die falsche Richtung, denn wer suchet der findet.

Gestehen Sie Fehler von sich aus ein. Geben Sie zu, dass Sie die Situation unterschätzt oder falsch verstanden haben.

Dann wird Ihr gegenüber zum einen die Fehler auch bei den anderen suchen, die an der Situation beteiligt waren und Sie ‚in Schutz‘ nehmen. Zum anderen gesteht er Ihnen die Fehler-Erkenntnis zu.

 Fazit, lassen Sie Ihr Gegenüber ausreden und vermeiden Sie Ausreden.

Weitere Infos zum Bewerbungsgespräch gibt es hier.

Das A!B!C Team freut sich auf Ihre Fragen und Anregungen zu den Themen Beruf, Karriere und Bewerbung. Auf www.bewerber-abc.de veröffentlichen wir jede Woche kostenfrei Tipps und Tricks zu diesen Themenbereichen.

 

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Christof Wirtz Niederlassungsleiter

Blick in das Kuriositätenkabinett der Bewerbung

Bei mir löst so manche Bewerbung ein ungläubiges Staunen aus, gefolgt von dem Gedanken ‚Was will der Bewerber damit erreichen?‘

Die Palette ist reichhaltig, hier möchte ich ein paar Kuriositäten als Auszug nehmen und bitte inständig darum, dass diese auf keinen Fall nachgeahmt werden sollen.

Anschreiben

Im Anschreiben und im Lebenslauf alles klein schreiben. „sehr geehrter herr wirtz, aus ihrer stelleanzeige….“ Wozu soll das gut sein? Die einzige Erklärung, die ich darauf habe ist, dass der Bewerber die Rechtschreibung nicht beherrscht und lieber direkt alles klein schreibt, bevor es zu offensichtlich wird. Das i-Tüpfelchen aus meiner Sicht war jedoch, dass der Wohnort mit drei Großbuchstaben am Anfang geschrieben wurde. (DÜSseldorf). Spätestens an dieser Stelle fällt die Bewerbung in den ‚Absagen‘ Korb.

Bewerbungsfoto

 An das Bewerbungsfoto vor Schrankwand, im Garten oder im Urlaub am Strand habe ich mich ja schon fast gewöhnt. Auch Fotos mit Hund und Pferd oder Auto sind nicht selten. Ungekämmt, schlecht sitzende Kleidung und auch viel zu alte Fotos (> 3 Jahre) erlebe ich des Öfteren. Nur das Foto mit Bierdose und Zigarette in der Hand auf dem Campingstuhl…. Ich weiß bis heute nicht, was sich der Bewerber dabei gedacht hat.

Lebenslaufgestaltung

Verschnörkelte Rahmen im Lebenslauf, Blumenranken an der Seite des Anschreibens. Zu mindestens aus der Sicht des Bewerbungsempfängers im technischen Umfeld kann ich Ihnen sagen, dass so etwas nicht zielführend ist. Ich weiß nicht, wie andere Branchen darüber denken, jedoch wage ich zu sagen, dass eine Bewerbung im neutralen Format besser ankommt, als zu viel Geschnörkel Drumherum.

Ein weiteres Kuriosum stellen für mich Bewerber da, die entweder bei Termineinladungen kaum Zeit haben oder nur vor 8:00 und nach 19:00 Uhr zu erreichen sind. Für ein erstes Telefonat muss es auch Möglichkeiten dazwischen geben. Oft kann es ein persönliches Treffen auch am Wochenende geben. Spätestens jedoch, wenn das Unternehmen einlädt, sollten Sie sich an irgendeinem Tag in der üblichen Bürozeit (9:00-17:00) Zeit für das Gespräch nehmen können. Es deutet auf mangelnde Priorität für einen Wechsel hin, wenn Sie zu lange bei der Terminvereinbarung rumeiern.

In einem sehr gut laufenden Bewerbungsgespräch mit dem einstellenden Unternehmen hat neulich der Kandidat in den letzten 10 min (von 90 min Gespräch) eröffnet, dass er frühestens in 18 Monaten zur Verfügung stehen wird. Das hätte er besser vor dem ersten Bewerbungsgespräch gesagt, dann hätten sich alle Beteiligten viel Zeit sparen können und er hätte ein Unternehmen mehr gehabt, bei dem er sich in 18 Monaten bewerben kann.

Email-Adressen

Dass die Bewerber in der Bewerbungsphase zum Teil andere Emailadressen nehmen, wie z.B. Bewerbung_Andreas_Schmitz@abc.de, finde ich durchaus vernünftig. Zum einen haben Sie einen Account, indem es nur um Ihre Bewerbung geht und wenig andere Emails eingehen, zum anderen können Sie diesen löschen oder nicht beachten, in Zeiten, in denen Sie nicht auf der Suche sind. Allerdings gibt es auch hier Emailadressen wie Klickeridklack@…. oder schatzimuas@…. oder latexfan@…. oder giselaundbert@ die aus meiner Sicht nicht in ein Bewerbungsverfahren gehören.

Rechtschreibung

Das mancher Bewerber in Deutschland nicht gut in Deutsch ist, ist insoweit kein Problem, wenn es nicht in der Stellenausschreibung gefordert wird. Wenn im Lebenslauf allerdings Ünüvürsität (soll Universität heißen) steht, wird das aus einem Lacher im Kreis der Kollegen des Bewerbungsempfängers Ihnen nicht weiterhelfen.

Weiter Informationen zum Lebenslauf finden Sie hier.

Keiner der hier geschilderten Fälle ist erfunden! Lediglich habe ich einige Beispiele soweit abgeändert, dass keiner der Bewerber daraus direkt zu ermitteln wäre. Es soll hier auch keiner verunglimpft werden. Im Gegenteil, nutzen Sie die vielerorts angebotenen Chancen (z.B. beim VDI, bei sozialen Institutionen, beim Nachbarn, Schulkollegen, anderen Studenten und Freunden oder hier beim Bewerber-A!B!C und auf www.bewerber-abc.de ) im Vorfeld der Bewerbung Ihre Unterlagen prüfen zu lassen. Alles was oben beschrieben ist, sind vermeidbare Fehler.

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20 Direkt-Links für ein effektiveres Arbeiten mit XING

Herr Markus Gehlken  https://www.xing.com/profile/Markus_Gehlken hat einen interessanten Artikel auf XING veröffentlicht. Vielen Dank für die Zustimmung, diesen auch hier im Bewerber-A!B!C auf www.bewerber-abc.de zu veröffentlichen.

Immer noch ist es so, dass viele Funktionen auf XING erst mit 2, 3 oder mehr Klicks erreichbar sind. Und speziell diejenigen, welche nicht regelmäßig auf XING aktiv sind, finden manche Funktionen überhaupt nicht.
Daher nachfolgend einmal wieder aktualisiert 20 Links, mit denen Sie Funktionen und Rubriken auf XING direkt erreichen.
Kleiner Tipp vorab: Speichern Sie sich die wichtigsten im Browser direkt als Lesezeichen ab – damit sparen Sie dann einiges an Zeit bei der erfolgreichen Arbeit mit XING.

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Ihnen schöne Ostern wünscht
Markus Gehlken
http://www.1a-social-media.de
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Christof Wirtz Bewerber-ABC

Hard Skills, Soft Skills – notwendige Voraussetzungen für die Stelle

Immer öfter wird von harten bzw. weichen Fakten oder den sogenannten Soft Skills gesprochen und geschrieben. Was ist das überhaupt, wie und wo kann ich diese erlernen, welche brauche ich und habe ich vielleicht schon welche?

Ich kann Sie beruhigen, wir alle haben Soft und Hard Skills. Nicht immer diejenigen, die für die eine bestimmte Stelle benötigt werden, aber wir sind ja alle lernbereit (Lernbereitschaft ist übrigens auch ein Soft Skill).

Schauen wir uns zunächst die Unterscheidung nach harten und weichen Faktoren an.

Hard Skills

In der Regel wird eine erlernbare Fähigkeit, wie z.B. CNC-Drehen, eine Sprache oder die Nutzung eines CAD Programms als Hard Skill gewertet. Oft ist entscheidend, wie gut, wie lange und wie tief Sie diesen Punkt beherrschen, z.B. „Ich spreche Englisch auf C1-Niveau (nahezu verhandlungssicher) seit 20 Jahren in regelmäßigem internationalen Gebrauch in Wort und Schrift.“ oder alternativ „Ich beherrsche XY-CAD aus einem zweimonatigen Intensivkurs an der ABC-Akademie.“

In den Stellenanzeigen wird hier noch unter Vorrausetzungen oder unter Ihrem Profil angegeben, ob die Fähigkeit zwingend notwendig ist, ob sie „wünschenswert“ ist, Sie „idealerweise“ diese Fähigkeit besitzen sollten und/oder ob „Praxiserfahrung“ vorausgesetzt wird.

Hier können Sie nur punkten, wenn Sie dem aufgezeigten Idealbild so nahe wie möglich entsprechen. Fehlen zwingend notwendige Voraussetzungen, wird es schwierig, den Bewerbungsempfänger davon zu überzeugen, sie einzuladen. Tipp an alle Studenten und Auszubildenden: schauen Sie sich mal die Stellenausschreibungen an, auf die Sie sich in 3-10 Jahren bewerben wollen. Sie sehen schnell, was Sie unbedingt benötigen und können so früh anfangen, sich auf eine bevorstehende Bewerbung vorzubereiten.

Language Skills

Und noch ein Tipp an alle Bewerber: „Lernen Sie Englisch!“ In meinen 10 Jahren als Personalberater habe ich zu oft die fachlich gut geeigneten Kandidaten an der Fremdsprache Englisch scheitern sehen. Ob aus Nervosität im Gespräch oder Fehleinschätzung der eigenen Kenntnisse – das muss nicht sein. Sie können mit einem minimalen Aufwand von 2-4 h/Woche einen Grundstein für wirklich fließendes Englisch legen. VHS, Webkurse, Kurse auf CD und DVD zu speziellen Themen, Filme im Originalton, Radiosender, Zeitschriften auf Englisch – alles gute Quellen für eine bezahlbare Möglichkeit, sich in Englisch fit zu machen. Kurzfristig gibt es auch Intensivtrainings an Sprachschulen oder bei entsprechenden Personal Trainern, die mit höheren Kosten verbunden sind. Je spezieller der Berufswunsch ist, desto wichtiger können weitere Sprachkenntnisse sein. Englisch ist mittlerweile zu einem „Must Have“ geworden, wenn es um eine gute Entwicklung im Beruf mit Perspektiven geht.

Soft Skills

Kommen wir zu den weichen Faktoren. Teamfähigkeit, Selbständigkeit, Eigeninitiative, Motivation und viele weitere gibt es, die ich täglich in Stellenausschreibungen und in Lebensläufen und Bewerbungsschreiben zu sehen bekomme. Ich frage mich immer, wer diese Kriterien misst und vergibt und was sich der, der die Stelle bzw. die Bewerbung schreibt, darunter vorstellt.

Meist kann man Soft Skills nicht direkt lernen. Es sind eher charakterliche oder Werdegangs- und Umfeld geprägte Eigenschaften, die jemand mitbringt. Was jedem davon in die Wiege gelegt wurde und was sich in seiner Kindheit sowie in Schule, Studium und Beruf entwickelt hat, ist sehr individuell.

Natürlich kann man Soft Skills auch lernen. Meist durch Erfahrung im Umgang mit genau den Herausforderungen, die in der jeweiligen Situation benötigt werden.

Teamgeist kann man im Mannschaftssport entwickeln, Durchsetzungsfähigkeit auch. Geduld und Ausdauer kann man in Hobbys unter Beweis stellen, die mit kniffligen und langwierigen Prozessen einhergehen (Modellbau, Ausdauertraining) oder in ehrenamtlichen Tätigkeiten, die mit Menschen zu tun haben. Eigeninitiative und Motivation erkennt der geübte Gesprächspartner oft an der Art und Weise, wie sein Gegenüber im Gespräch von seinen Tätigkeiten berichtet. Leuchten die Augen, ist die Stimme schnell, klar und kraftvoll oder schleppt sich die Antwort eher zäh und müde so dahin.

Dann wird es schon schwieriger Motivation und Eigeninitiative zu lernen. Die bringen Sie mit oder eben nicht. Natürlich können Sie zeigen, dass Sie Spaß an Ihrer Arbeit haben und das auch im Vorfeld üben. Bitte schauspielern Sie nicht zu viel und verstellen Sie sich nicht. Am Ende haben Sie einen neuen Job, der nicht zu Ihnen passt.

Wie kann ich denn nun feststellen, wer ich überhaupt bin und was ich mitbringe.

Welche Skills habe ich?

Ganz einfach, fragen Sie sich selbst, fragen Sie Ihr soziales Umfeld. Sie sollten um ehrliche und aufrichtige Antworten vorab bitten und diese notieren. Bedanken Sie sich im Anschluss für die Ihnen gegenüber erbrachte Offenheit und kommentieren Sie die Antworten nicht. Keine Rechtfertigungen, keine Entschuldigungen und auf keinen Fall „Das siehst Du vollkommen falsch!“ (oder so ähnlich). Nehmen Sie die Antworten hin und denken Sie darüber nach. Wie wirke ich auf andere, was erzeugt mein Verhalten bei meinem Gegenüber.

In dem Sie sich in Ihrer freien Zeit mit entsprechenden Hobbys oder Tätigkeiten sowie Sport und Musik beschäftigen, werden Sie die gewünschten Fähigkeiten entwickeln.

Es ist allerdings manchmal ein langwieriger Prozess und bestimmte Skills lernen Sie erst, wenn Sie mit (häufigen) Rückschlägen umgehen können. Nicht alles klappt beim ersten Mal. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Durchhaltevermögen (siehe auch Wortsplitter: Resilienz) und Initiative sowie Geduld sind, wenn Sie dies erst einmal gelernt haben, so gut wie nicht mehr verlernbar. In der Kombination können Sie damit alles andere ableiten (Lernbereitschaft, Teamgeist, Durchsetzungsstärke usw.)

Das Team vom Bewerber-A!B!C wünscht Ihnen viel Erfolg in Beruf, Bewerbung und Karriere. Jede Woche erscheint eine neuer Beitrag auf www.bewerber-abc.de . Wir freuen uns auf Ihre Fragen, Anregungen und Zuschriften.

 

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