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Wer sich bewirbt, findet hier Tipps&Tricks sowie Do’s&Dont’s rund um die Themen Lebenslauf, CV, Curriculum Vitae, Anschreiben, Bewerbungsgespräch, Accessment Center, Bewerbungsfoto, Absage und Karriere.

Christof Wirtz Bewerber-ABC

Curriculum Vitae (CV) vs. Lebenslauf

Das CV ist die internationale Form der Bewerbung, die seit einigen Jahren auch in Deutschland immer stärker Einzug hält.

Im Gegensatz zum Lebenslauf enthält das internationale Curriculum Vitae selten persönliche Angaben. Alter, Geschlecht, sozialer Status und sogar ein Bild sind oft verpönt bzw. dürfen in einigen Ländern auch nicht mehr im CV auftauchen. Da wir uns auf Bewerbungen in Deutschland konzentrieren, gehe ich hierauf nicht näher ein.

Im Unterschied zum Lebenslauf ist das CV chronologisch rückwärts aufgebaut und geht von der aktuellen Position zeitlich nach hinten.

Inzwischen gibt es auch viele Mischformen, die zwar mit Schule, Ausbildung und Studium beginnen, dann aber die berufliche Laufbahn verkehrt herum darstellen. Ich schreibe hier „bewusst verkehrt herum“, da es für viele Menschen leichter ist einen Werdegang in der richtigen zeitlichen Reihenfolge zu lesen. Warum, erkläre ich in den folgenden Abschnitten und ebenso, in welchen Fällen das CV sinnvoller sein kann.

Curriculum Vitae von Hans Mustermanncv1

Lebenslauf von Hans Mustermanncv2.png

Entscheiden Sie selber, was ist einfacher zu lesen? Für mich ist es einfacher, den Lebenslauf nachzuvollziehen als das Curriculum Vitae zu studieren. Meist lese ich einen CV auch einfach von hinten nach vorne.

Mein idealer Lebenslauf sähe in diesem Fall übrigens so aus:

Lebenslauf von Hans Mustermann

cv3

Im weiteren listen Sie ab der zweiten Seite ihre Tätigkeiten chronologisch rückwärts mit der letzten Position beginnend auf. Zu jeder Position schreiben Sie ausführlich welche Tätigkeiten sie durchgeführt haben, welche Erfolge Sie gehabt haben und idealerweise auch Ihre Wechselmotivation.

Ausnahmen!

Ein CV kann jedoch von Anfang an gestalterisch wichtig sein, wenn in den frühen Berufsjahren eine völlig andere berufliche Orientierung vorgelegen hat, als es in den letzten Jahren der Fall war.

Lebenslauf von Hanna Mustermann

cv4.png

Jetzt ist es sinnvoller, das Ganze rückwärtsbetrachtet aufzubauen, da die ersten Berufsjahre in eine völlig andere Richtung gehen. Im Zweifelsfall, falls Sie sich nicht sicher sind, versuchen Sie es mit einem ähnlichen schlanken Muster, wie ich es Ihnen hier aufgezeigt habe und probieren beide Formen oder auch noch eine dritte Mischform aus. Zeigen Sie diese Freunden, Bekannten oder einem Personalberater. Welche stellt Ihre Entwicklung besser dar?

Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie mich bitte unter christof.wirtz@abc.jetzt .

Ihr Team von www.bewerber-abc.de

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CV – (das) Curriculum vitae – Lebenslauf auf Englisch (Gastbeitrag)

Der Lebenslauf: Tot oder lebendig? – Passt!

Gastbeitrag von Harald Schneider (Inhaber Vorstellungsgespräch-Simulation auf Englisch – OK-Englisch-Training, Wiesbaden), https://www.xing.com/profile/Harald_Schneider
(Bild: Harald Schneider)

So wie Sie wahrgenommen werden möchten, so schreiben Sie Ihr CV auf Englisch. Dazu aber gleich mehr.

Informationen, wie man das CV, Curriculum Vitae, den Lebenslauf, auf Englisch schreibt, welche Inhalte anders sind als in der deutschen Variante und auf was man dabei achten sollte, lässt sich tausendfach im Internet nachlesen.

Meist geht es dort um Form und Inhalt. Da heißt es dann: Schreibe das CV auf Deutsch so – aber auf Englisch so. Entscheidend ist doch sicherlich nicht,  in welcher Sprache er geschrieben wird, um Form und Inhalt zu bestimmen, sondern wer Ihr CV liest.

Natürlich schreiben Sie einem koreanischen Management zwar ein CV auf Englisch, sollten aber bedenken, dass es Asiaten sind und keine Europäer oder US-Amerikaner. Andere Mentalität erfordert eine völlig andere Sichtweise und die sollte an den Empfänger angepasst sein, will der Bewerber seine Chance nicht im Vorfeld verspielen.

Schreiben Sie dagegen einem koreanischen Unternehmen mit deutschem Management in Deutschland, in dem die Unternehmenssprache trotzdem Englisch ist (weil die Eigentümer Koreaner sind) kann er stilistisch den Standardanforderungen an ein „CV auf Englisch“ entsprechen. Die Konstellation, dass Unternehmen in Deutschland auf Englisch kommunizieren müssen, obwohl alle Mitarbeiter auch Deutsch sprechen, ist mittlerweile sehr verbreitet).

Aus Sicht des Empfänger schreiben

Wichtig und erfolgversprechend ist also stets den Empfänger zu betrachten und die eigene Bewerbungsstrategie, inklusive des späteren Vorstellungsgespräches daran anzupassen. Individuell, persönlich, typentsprechend. So wie Sie eine Liebeserklärung auch an den Typ Ihres Partners anpassen, sollte die Bewerbung auf Englisch, inklusive CV, zum Empfänger passen, ihn intuitiv ansprechen.

Das Bekannte ziehen wir dem Unbekannten vor. Das Gewohnte dem Ungewohnten. So geht es nicht nur Ihnen, sondern jedem Mensch auf der Erde, also auch dem Empfänger Ihrer Bewerbung und Ihres CV auf Englisch.

Personalentscheider auf der ganzen Welt erkennen mit einem Blick lieblos zusammengeklickte Standards auf CV und Bewerbungsschreiben. „Arbeitet die/der auch genau so?“, fragen sich Personalleiter dann zwangsläufig und sortieren vor, bevor sie die Bewerbung überhaupt komplett gelesen haben. Unsuitable – unpassend. Papiermüll.

Erfolgreiche Bewerber/innen möchten mit dem CV nicht nur einer Form genügen, sondern gut, sympathisch und überzeugend rüberkommen. Ein CV und ein Bewerbungsschreiben sind kein lästiges Mittel zum Zweck, sondern repräsentieren den Bewerber. Das sollten Bewerber/innen nie vergessen. Bei jedem EINZELNEN Bewerbungsschreiben.

Menschen in anderen Ländern haben eine andere Mentalität, andere Werte. Sie denken, fühlen und arbeiten anders. Ihr Lebensumfeld ist anders, egal ob das Management zum Beispiel eines US-Unternehmens hier sitzt oder in den USA. Egal, wo Sie sich bewerben oder vorstellen, erreichen Sie damit (noch) Menschen.

Das Wichtigste ist also, sich in den Typ Mensch hinein zu versetzen. Versetzen Sie sich in das Land, in die Menschen, in den Personalleiter. Hineinversetzen bedeutet in diesem Fall, die Welt aus einer völlig anderen Sicht zu sehen. Aus der Personalleiter-Sicht. Klingt erst mal schwierig und aufwändig, ist es aber nicht, erst recht nicht im Internetzeitalter.

Infos auf YouTube

YouTube macht es möglich. Sehen Sie sich Videos mit Tipps an, wie Vorstellungsgespräche in anderen Nationen ablaufen. Finden Sie unter youtube.de nichts versuchen sie es bei youtube.it wenn es sich um ein italienisches Unternehmen in Deutschland handelt, bei dem Sie sich bewerben möchten. Hängen Sie einfach das entsprechende Länderkürzel an. Es macht nichts, wenn Sie die Sprache nicht verstehen, Handlungen, Gesten, Mimik ist oft aufschlussreich genug. Recherchieren Sie passende Beiträge dazu.

Verstehen und lernen Sie etwas über die Mentalität des Unternehmens. Dies hilft Ihnen nicht nur Ihre Bewerbungsstrategie, die Form und die Inhalte zu optimieren, sondern sichert Ihrem CV den Vorsprung vor anderen, die sofort aussortiert werden.

Dies gilt auch für deutsche Unternehmen. Jedes hat eine andere Unternehmenskultur und       -philosophie, die von unserer eigenen Denkweise und der des vorherigen Arbeitgebers stark abweichen kann. Auch hier ist eine detaillierte Vorbereitung einer der Schlüssel zum Wunschjob.

Andere Verhaltensmuster zu erkennen, daraus zu lernen und eigenes Verhalten daran anzupassen, ist leichter als viele Bewerber/innen denken. Einfach anfangen und üben. Raus aus der Komfortzone, rein in clevere Vorbereitung, die den entscheidenden Vorsprung bringt.

Zeigen Sie soziale Kompetenz vor Qualifikation. Gerade in anderen Ländern noch wichtiger als hier, wo ein manchmal rüder Umgangston nicht soooo außergewöhnlich ist.

Auch wenn Sie als Bewerber/in eine Strategie haben, wenn Sie wissen, wohin die berufliche Reise geht, was genau Sie wollen, ist es sinnvoll, die Bewerbung von anderen Menschen gegenlesen zu lassen.

Auch wenn die meisten Menschen natürlich nicht wissen, wie Ihr CV auf Englisch günstigstenfalls auszusehen hat, lassen Sie sich nicht verunsichern. Es ist nur der Eindruck eines anderen Menschen, der Sie interessiert, ähnlich eines Brainstormings. Konstruktive Kritik, die Sie sich anhören und danach entsprechend ihrer Plausibilität umsetzen oder auch nicht.

Gleichgültig aber ob Experte, Laie oder Großmutter (die natürlich auch Expertin sein könnte). Jeder Mensch hat eine andere Wahrnehmung und sieht das (Berufs-)Leben, Situationen, Menschen und Nationalitäten anders.

Auch wer also nicht in Ihrer Bewerbungssituation steckt, kann Ihnen Denkanstöße geben, auf die Sie allein, zuhause, im stillen Kämmerlein nicht gekommen wären. Gerade, weil anderen Menschen der Tunnelblick Ihrer Professionalität fehlt, sind deren Ansichten manchmal sehr wertvoll.

Diese Meinungen, auch wenn sie zufällig wirken, können einzelne Ihrer Darstellungen und Sichtweisen positiv verändern oder erweitern.

Für den CV spielt dies insofern eine Rolle, weil Sie sich, je nachdem wo Sie sich bewerben, in eine andere Mentalität hineinversetzen müssen. In die Mentalität eines Süd- oder Osteuropäers, eines Asiaten, eines Amerikaners oder irgendeiner anderen.

Top-Tipp, sehr bekannt aber meist nicht umgesetzt: 

  1. Versetze dich in die Situation der Person, die deinen Brief öffnet und vorsortiert.
  2. Versetze dich in die Situation der Person, die deine Bewerbung lesen wird.
  3. Versetze dich in die Situation des Abteilungsleiters, der später mit dir produktiv arbeiten und auskommen soll.
  4. Versetze dich in alle diese Personen, wenn sie eine andere Nationalität haben und bedenke diese bei jedem Gedanken, jedem Satz, jeder Geste und jeder Handlung.
  5. Sei nicht enttäuscht, nicht demotiviert, wenn du dabei Fehler machst, weil du kein     Weltbürger bist und nicht jede Kleinigkeit kennst, die irgendwo auf der Welt anders    gemacht wird.

 

Der Weg ist das Ziel. Wenn du dich gut vorbereitest und engagierst, wirst du damit mehr erreichen als andere halbherzige Bewerber/innen und wirst den entscheidenden Vorsprung vor anderen Bewerbern haben.

 

 

Christof Wirtz Bewerber-ABC

Der optimale Lebenslauf

Oft werde ich in meinen Gesprächen gefragt, wie denn der optimale Lebenslauf aussieht. Nun ja, gradlinig sollte er sein und zur Stelle passen. Allerdings ist ein Lebenslauf kein Wunschkonzert sondern die Darstellung Ihres bisher gelebten (beruflichen) Lebens.

Wie Sie diesen darstellen, welches Format Sie wählen, bleibt Ihnen überlassen. Pauschal lässt sich die Frage keinesfalls beantworten. Es kommt immer auf den Bewerber und die Stelle an. Oft empfehle ich auch mehr als ein Lebenslaufformat zu entwickeln, um je nach Stelle die Bewerbung anders zu gewichten. Sie dürfen weglassen und auch die Betonung durch Positionierung an oberer Stelle ändern, hinzuerfinden, dürfen Sie nicht. Alles was im Lebenslauf steht haben Sie auch gemacht.

Jüngste Beispiele (Sommer 2016) aus dem Leben einer Politikerin im Bundestag, die Abitur und Studium in den Lebenslauf gedichtet hat, zeigen, was passieren kann, wenn man auffliegt. Von strafrechtlichen Konsequenzen oder Zivilprozess und Schadensersatz mal abgesehen.

In Bewerber A!B!C Mein Lebenslauf habe ich die äußere Form eingehend beschrieben.

Was ist also wichtig?

Keine Lücken, keine zu häufigen Wechsel, eine erkennbare Linie, früh Führungserfahrung auch außerhalb von Schule und Beruf z.B. im Ehrenamt sammeln, wenn Sie in eine Führungsposition wollen. Gute Zeugnisse in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf sind ebenfalls wichtig.

Der Lebenslauf ist im Bewerbungsprozess der Türöffner. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn Sie mit dem Lebenslauf und Ihrem Anschreiben den Weg ins Gespräch geschafft haben, zählt ab sofort Ihr persönlicher Auftritt.

Es ist also vorteilhaft zu wissen, wer denn als erstes Ihren Lebenslauf liest und ihn an wen weiterreicht. Was nahezu unmöglich ist, wenn es nicht im Stellenprofil oder auf der Karriere-Website des Unternehmens steht. In der Regel liest/öffnet zunächst ein beruflich unerfahrener Mitarbeiter die Post und leitet diese weiter. Haben Sie Personalleitung oder Geschäftsführung direkt angeschrieben wird es wohl deren Sekretariat lesen.

Social Media nutzen

Haben Sie den richtigen Ansprechpartner ermitteln können und finden Sie diesen in sozialen Netzwerken wie XING oder LinkedIn, möglicherweise können Sie sich ein erstes Bild machen und mehr über sie bzw. ihn erfahren.

Hilft das wirklich? – Nun ja, es schadet erstmal nichts. Eventuell finden Sie Gemeinsamkeiten in Herkunft, Interessen, Berufsweg oder haben sogar gemeinsame Kontakte und Hobbies. Alles interessant für die weitere Kommunikation. Wie er/sie den eigenen Lebensweg dargestellt hat, könnte ein Ansatzpunkt für Ihren Lebenslauf sein. Letztendlich entscheidet, ob das, was Sie mitbringen zu den Anforderungen, die in der Stelle beschrieben wurde, passen.

Eine weitere Möglichkeit besteht auch darin den Ansprechpartner zu kontaktieren und zu fragen, wie der Lebenslaug aussehen soll. Kurz oder ausführlich, chronologisch oder umgekehrt (CV).

Etwas „Fleisch am Knochen“, also nicht nur nackte Jahreszahlen, Stellen und Firmen auflisten sondern ein bisschen über die Tätigkeiten und Verantwortungsbereiche schreiben, ist wichtig. Etwas Persönliches zu Ihnen rundet das ganze ab. Schließlich arbeiten Menschen mit Menschen zusammen und möchten vorher etwas übereinander erfahren.

Ghost-Writer?

Von professionellen Lebenslauf-Schreibern bin ich nicht begeistert. Nicht Sie stellen sich dar, sondern lassen sich darstellen. Sie lassen sich ja auch nicht Ihren Tanzpartner vom besten Freund aussuchen.

Noch Fragen zum optimalen Lebenslauf? Bitte melden Sie sich bei mir. Weitere Fragen beantworte ich gerne auf Zuschrift und nehme diese gegebenenfalls auch anonymisiert hier auf. Ihre Fragen können Sie mir per Email an christof.wirtz@abc.jetzt zu senden. Alle Daten werden vertraulich behandelt. Bis nächste Woche, wenn es um die Karriereplanung geht.

Alle bisher veröffentlichen Beiträge finden Sie hier: http://www.bewerber-abc.de/

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Christof Wirtz Niederlassungsleiter

„Wie lang darf der CV sein?“ – Leserfrage

Leserfrage

Eine Kandidatin, Mitte 30, fragt: „Beim CV versuche ich immer, mich auf max. 3 Seiten zu beschränken. Ist das richtig? Sollte ich hier ggf. einen Abschnitt über meine Selbständigkeit einbauen? Zum Teil wurden die Projekte nicht von mir alleine bearbeitet, wie stelle ich das am besten dar? Wie sinnvoll sind Referenzschreiben?“

Antwort

Christof Wirtz: Der Lebenslauf sollte in der Regel drei Seiten nicht überschreiten. Wenn Sie zusätzliche Informationen zu Projekten und/oder eine Skillmatrix haben, fügen Sie diese als Ergänzung zum Lebenslauf im Anschluss ein. Die Skillmatrix sollte eine Seite haben, die Projektübersicht nicht mehr als zwei Seiten. Mit den Inhalten und Beispielen, evtl. auch Arbeitsergebnissen, unterstreichen Sie Anforderungen aus der Stellensuche oder ergänzen diese. Völlig fachfremde Inhalte empfehle ich weg zu lassen.

Stellen Sie klar, was Ihre Aufgaben im Teilprojekt waren und welchen Bezug diese zum Gesamtprojekt hatten. Waren Sie für das gesamte Projekt verantwortlich, dann stellen Sie das heraus. Bitte schmücken Sie sich nicht mit fremden Federn und lassen Sie das „wir haben…“ weg. Es geht darum, was Ihr Anteil an der Leistung war.

Referenzschreiben sind sehr gut! Am besten mit belastbaren Referenzgebern, die angerufen werden können. Besonders bei Selbständigen, die oft keine Arbeitszeugnisse vorweisen können oder bei Beschäftigungszeiten im Ausland – hier kennt man das deutsche Arbeitszeugnis oft gar nicht – ist das Referenzschreiben oder das Empfehlungsschreiben sehr sinnvoll und eine gute Ergänzung.

Exkurs Skillmatrix

In einer Tabelle kann man hier seine Erfahrungen (Skills) – insbesondere mit IT Technologien wie z.B. Betriebssysteme, Softwareentwicklungsumgebungen oder Anwendungsprogrammen – angeben. Üblich ist es, die Themen mit den besten Erfahrungen nach oben zu setzen und anzugeben, wie lange man Erfahrung hat (in Jahren) und wie gut man sich damit auskennt (+ = Grundkenntnisse, ++=gute Kenntnisse, +++=Expertenkenntnisse). Aber Vorsicht: immer bei der Wahrheit bleiben.

Auch weiterhin freue ich mich auf Ihre Fragen, die Sie mir per Email an Christof.wirtz@abc.jetzt zu senden können. Alle Daten werden vertraulich behandelt.

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ABC

Das Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto sollte nicht älter als drei Monate sein und von einem Fotografen für den Zweck der Bewerbung erstellt und ggf. bearbeitet worden sein.

Eigentlich sollte das reichen.

Steht so auch in fast allen Bewerbungsratgebern, die ich kenne und in vielen Internetforen. Nirgendwo habe ich etwas anderes gelesen, außer dass es in Zeiten von AGG nicht mehr üblich sei.

Ok, besser kein Foto als ein schlechtes Foto. Mal ganz unter uns, irgendwann stehen Sie vor der Tür zum Vorstellungsgespräch und im nächsten Moment sieht der Bewerbungsempfänger Ihr Gesicht. Kein Modell? Ich auch nicht. Also bitte. Senden Sie Ihr Foto mit dem Lebenslauf auf der ersten Seite mit ein.

Mir ist es oft aufgefallen, wie viele Informationen ich in einem Bewerbungsbild speichere. Denke ich später mal bei einem Gespräch mit Kunden über eine zu besetzende Stelle, fällt mir oft als erstes ein unscharfes Bild eines passenden Kandidaten ein. Aus diesem ergibt sich dann oft ein immer konkreter werdender Bewerber mit Namen, den ich nach dem Gespräch auf die zu besetzende Stelle anspreche.

Gemerkt habe ich mir das Ganze anhand des Bildes, das mit auf der Bewerbung war. Je nach Quelle wird gesagt, dass 80% der Wahrnehmung eines Menschen rein visuell erfolgt.

Welche Kleidung?

Das Bild sollte ein Farbbild vor einem neutralen Hintergrund sein, der zu Gesichtsform, Haut- und Augenfarbe passt. Idealerweise sind die Farben der Bekleidung darauf abgestimmt. Hierzu befragt man vorher den Fotografen, nimmt ein paar Beispiele zum Vorgespräch oder zum Fotoshooting mit oder fragt beim Damen- bzw. Herrenausstatter, beim Friseur oder beim gut aufgestellten Kosmetikberater nach.

Mit Hemd – ja; mit Krawatte – schadet in der Regel nicht; mit Anzug und Sakko – kommt auf die Stelle an; im T-Shirt und/oder Jeans – nein.

Auf gar keinen Fall im privaten Zimmern vor der Schrankwand im Urlaub, im Jogginganzug oder in Freizeitklamotten, mit anderen Personen oder Haustieren im Arm. Partyfotos sind ein No-Go! Wer nicht glaubt, dass es so etwas gibt, sollte mal 2-3 Monate in einer Recruiting Position arbeiten.

Brauche ich einen Visagisten?

Kosmetika bitte dezent auftragen, den Bart ordentlich, ebenso die Haare, keine Kopfbedeckung. Letzteres ist ein Thema, was ich hier nicht tiefer besprechen möchte. Ich habe nichts gegen Menschen anderer Religion, bei denen eine Teilbedeckung des Kopfs vorgeschrieben ist. Ich möchte lediglich darauf aufmerksam machen, dass die Religion kein Auswahlkriterium sein soll. Ein Foto mit Kopfbedeckung macht allerdings auf genau diesen Punkt aufmerksam.

Position des Fotos

Das Foto gehört entweder oben rechts in die Ecke des Lebenslaufs. Wenn Sie die Bewerbung noch per Brief in einer Mappe versenden, am besten mit einer Büroklammer anheften und auf jeden Fall Namen und Geburtsdatum vorher hinten auf das Bild schreiben, falls dieses einmal im Aktenweiterreichungsprozess verloren gehen sollte.

Wird die Bewerbung per E-Mail versendet, sollte das Foto eingescannt mit 150 dpi als jpg im separaten Format oder in den Lebenslauf integriert. Bitte keine 20 MB großen TIFF Dateien oder ähnliches versenden.

Weitere Fragen beantworte ich gerne auf Zuschrift und nehme diese gegebenenfalls auch anonymisiert hier auf. Ihre Fragen können Sie mir per Email an christof.wirtz@abc.jetzt zu senden. Alle Daten werden vertraulich behandelt. Bis nächste Woche, wenn es um das Anschreiben geht.

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ABC

Mein Lebenslauf

Lebenslauf, CV, Curiculum Vitae, Werdegang? Hier herrscht babylonische Sprachverwirrung. Immer wieder stelle ich fest, dass diese Begriffe falsch oder bunt gemischt verwendet werden.

Der Lebenslauf beginnt wie der Flusslauf bei der Geburt (Quelle) und fließt über Schulabschlüsse, Berufsausbildung, Studium und die einzelnen beruflichen Stationen bis zum heutigen Zeitpunkt (Mündung).

Beispiel für einen Lebenslauf:

1977-1986 Gymnasium
Abschluss: Abitur
1986-1988 Ausbildung zum ABC bei der XY GmbH
Abschluss: Kaufmann
1988-1993 Studium an der Sowieso Fachhochschule, Entenhausen
Abschluss: Diplom-Kaufmann (FH)
Seit 1993 Kaufmännischer Sachbearbeiter bei Müller-Meier-Schmitz AG

Beispiel für einen Curriculum Vitae (CV):

Seit 1993 Kaufmännischer Sachbearbeiter bei Müller-Meier-Schmitz AG
1988-1993 Studium an der Sowieso Fachhochschule, Entenhausen
Abschluss: Diplom-Kaufmann (FH)
1986-1988 Ausbildung zum ABC bei der XY GmbH
Abschluss: Kaufmann
1977-1986 Gymnasium
Abschluss: Abitur
Der CV oder Curriculum Vitae ist eher in Abschnitte gestückelt und wird vor allem bei Berufserfahrenen und Führungskräften als umgekehrte chronologische Aufzählung genutzt.

Es gibt hier kein richtig oder falsch, nur ein ‚passt gut zu meinem Werdegang‘ oder ‚passt nicht so gut‘. Es ist also eine sehr individuelle Frage.

Dem gelernten Schreiner, der nach drei verschiedenen Gesellenunternehmen seinen Meister gemacht hat, um dann später zu studieren und jetzt seit 12 Jahren in der 2. Führungsebene tätig ist, werde ich eher den umgekehrten CV empfehlen.

Jedem Berufseinsteiger empfehle ich, den Lebenslauf chronologisch aufzubauen. Auch nach den ersten drei Stellen lässt sich der Werdegang bei gut zusammen passendem Berufsweg so noch gut darstellen. Je weiter ich mich von der letzten Position meines Werdegangs vom Ursprung entferne, desto eher sollte von dem CV Gebrauch gemacht werden. Oft habe ich schon eine Mischform empfohlen. D.h. neben den persönlichen Informationen und dem Lichtbild auf die erste Seite eine chronologische Zusammenfassung des Werdegangs auflisten. Ab der zweiten Seite dann umgekehrt chronologisch von der aktuellen Position bis zu Studium zurückkehren. Die Ausführlichkeit der Beschreibung ist stichpunktartig und wird zum Ende hin knapper.

Alle Informationen, die für das einstellende Unternehmen wichtig sind und die der Entscheider für die Auswahl der Gesprächskandidaten benötigt, sollten hier übersichtlich zusammengefasst sein. Nicht zu lang – zwei bis drei Seiten sind ok und nicht zu kurz.

Persönliche Daten

Bei den persönlichen Daten scheiden sich heutzutage die Geister. Da aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) bestimmte Angaben wie z.B. Alter, Religion, Nationalität nicht mehr als Auswahlkriterium gelten dürfen, werden diese oft weggelassen. Ich empfehle nach wie vor, Geburtsdatum und Ort sowie den Familienstand anzugeben. Eltern, Kinder, Geschwister und Verwandte gehören nicht in den CV. Die religiöse Weltanschauung des Bewerbers spielt auch keine Rolle.

Die letzte Schule mit dem höchsten Schulabschluss reicht, danach Ausbildung, evtl. Wehr- oder Ersatzdienst anschließend das Studium.

Seitenzahlen sind nicht verkehrt, eine permanente Adresszeile oberhalb oder unterhalb des Dokuments ist nicht nötig und wird gelegentlich als störend empfunden.

Bei Führungskräften ist es beliebt, auf der ersten Seite eine Art Management Summary, sprich die wesentlichen Stärken deutlich herauszuheben. Diese sollten in jedem Fall mit Tätigkeiten belegbar sein und sich nicht in Allgemeinplätzen verlaufen. Zum Ende hin runden Kenntnisse (nicht nur IT) und ein bisschen Einblick in private Vorlieben und Hobbys das Ganze ab.

IT-Skills

Bei den IT-Skills immer dazu schreiben, ob man Experte oder Anwender ist oder gerade erste Kenntnisse hat. Alle Office-Produkte müssen nicht aufgezählt werden, es sei denn, es wird in der Ausschreibung gezielt danach gefragt.

Weniger ist mehr. So viel wie nötig, so wenig wie möglich, ist mein Leitspruch bei der Erstellung des Lebenslaufs.

Soll ich ungefragt einen englischen Lebenslauf abgeben? Nein. Nur, wenn danach explizit gefragt wird oder die Ausschreibung in Englisch geschrieben wurde. Parat haben ist wichtig, jedoch nur, wenn Sie sich auch bei entsprechenden Stellen bewerben wollen. Schaden kann es in den meisten höherwertigen Positionen nicht.

Zur Gestaltung auch noch der Hinweis: So wenig wie möglich Linien, Rahmen und Schnörkel. Bitte entscheiden Sie sich für eine Schriftart und wechseln nicht ständig bei jedem Abschnittswechsel zwischen Fett (bold), Kursiv und Unterstreichung hin und her.

In den allermeisten Fällen stehen die Jahreszahlen links und die Stellenbezeichnung sowie der beschreibende Text eingerückt auf der rechten Seite. Bitte nicht zu viel Platz links verschwenden und rechts alles zu gequetscht in einer zu engen Spalte schreiben.

Muster-CV

Warum hier kein Muster-CV zu finden ist? Uniformität ist nicht das Ziel. Jeder Lebenslauf ist Ihr Dokument und trägt Ihre Handschrift. Ein bisschen Mühe dürfen und sollen Sie sich machen. Bitte auf gar keinsten (!)* Fall einen klar erkennbaren Muster-CV aus dem Internet abgeben. Das kommt meist sehr schlecht an. Auch bei der Erstellung eines PDF darauf achten, dass nicht noch eine fröhliche Werbebotschaft des PDF-generierenden Programm drunter steht und dass auch die Formatierung im PDF so ist, wie Sie sich das mal ausgedacht haben.

*Exkurs: „keinste/keinster“

Das Wort gibt es natürlich nicht. „Keiner “ Ist nicht steigerbar. Es soll hier nur als Mahnung zu verstehen sein. Eine andere Steigerung von „voll“ gibt es schon. Obwohl „voll“ nicht steigerbar ist, gibt es die Formulierung „zur vollsten Zufriedenheit“ im Arbeitszeugnis. Hier – und nur hier – Ausdruck eines „Sehr gut“. Später mehr dazu.

Auf einen separaten Punkt „Das Bewerbungsfoto“ gehe ich in der nächsten Woche ein. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit, für die Fragen, die mich bisher erreicht haben und freue mich auf alle weiteren Fragen rund um das Thema Bewerbung, die Sie mir per Email an christof.wirtz@abc.jetzt zu senden können. Alle Daten werden vertraulich behandelt.

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