Schlagwort-Archive: Lebenslauf

Wer sich bewirbt, findet hier Tipps&Tricks sowie Do’s&Dont’s rund um die Themen Lebenslauf, CV, Curriculum Vitae, Anschreiben, Bewerbungsgespräch, Accessment Center, Bewerbungsfoto, Absage und Karriere.

Christof Wirtz Bewerber-ABC

Curriculum Vitae (CV) vs. Lebenslauf

Das CV ist die internationale Form der Bewerbung, die seit einigen Jahren auch in Deutschland immer stärker Einzug hält.

Im Gegensatz zum Lebenslauf enthält das internationale Curriculum Vitae selten persönliche Angaben. Alter, Geschlecht, sozialer Status und sogar ein Bild sind oft verpönt bzw. dürfen in einigen Ländern auch nicht mehr im CV auftauchen. Da wir uns auf Bewerbungen in Deutschland konzentrieren, gehe ich hierauf nicht näher ein.

Im Unterschied zum Lebenslauf ist das CV chronologisch rückwärts aufgebaut und geht von der aktuellen Position zeitlich nach hinten.

Inzwischen gibt es auch viele Mischformen, die zwar mit Schule, Ausbildung und Studium beginnen, dann aber die berufliche Laufbahn verkehrt herum darstellen. Ich schreibe hier „bewusst verkehrt herum“, da es für viele Menschen leichter ist einen Werdegang in der richtigen zeitlichen Reihenfolge zu lesen. Warum, erkläre ich in den folgenden Abschnitten und ebenso, in welchen Fällen das CV sinnvoller sein kann.

Curriculum Vitae von Hans Mustermanncv1

Lebenslauf von Hans Mustermanncv2.png

Entscheiden Sie selber, was ist einfacher zu lesen? Für mich ist es einfacher, den Lebenslauf nachzuvollziehen als das Curriculum Vitae zu studieren. Meist lese ich einen CV auch einfach von hinten nach vorne.

Mein idealer Lebenslauf sähe in diesem Fall übrigens so aus:

Lebenslauf von Hans Mustermann

cv3

Im weiteren listen Sie ab der zweiten Seite ihre Tätigkeiten chronologisch rückwärts mit der letzten Position beginnend auf. Zu jeder Position schreiben Sie ausführlich welche Tätigkeiten sie durchgeführt haben, welche Erfolge Sie gehabt haben und idealerweise auch Ihre Wechselmotivation.

Ausnahmen!

Ein CV kann jedoch von Anfang an gestalterisch wichtig sein, wenn in den frühen Berufsjahren eine völlig andere berufliche Orientierung vorgelegen hat, als es in den letzten Jahren der Fall war.

Lebenslauf von Hanna Mustermann

cv4.png

Jetzt ist es sinnvoller, das Ganze rückwärtsbetrachtet aufzubauen, da die ersten Berufsjahre in eine völlig andere Richtung gehen. Im Zweifelsfall, falls Sie sich nicht sicher sind, versuchen Sie es mit einem ähnlichen schlanken Muster, wie ich es Ihnen hier aufgezeigt habe und probieren beide Formen oder auch noch eine dritte Mischform aus. Zeigen Sie diese Freunden, Bekannten oder einem Personalberater. Welche stellt Ihre Entwicklung besser dar?

Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie mich bitte unter christof.wirtz@abc.jetzt .

Ihr Team von www.bewerber-abc.de

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Christof Wirtz Bewerber-ABC

„Schreiben Sie mir einen Lebenslauf?“ – Leserfrage

Vor der Sommerpause habe ich hier und auf verschiedenen Social Media Plattformen gefragt, was Sie liebe Leserinnen und Leser zu dem Thema „Ob eine Lebenslauf auch von Dritten geschrieben werden kann“ sagen.

Die Auswertung der Rückmeldungen hat mich überrascht.

Rund ein Drittel findet diesen Service gut und empfehlenswert, ein knappes Drittel steht dem Ganzen neutral gegenüber und etwas mehr als ein Drittel hält vom fremderstellten Lebenslauf überhaupt nichts.

Im letzten Drittel fanden sich neben einigen Bewerbern überwiegend Bewerbungsempfänger aus Unternehmen. Bei den Befürwortern und den Neutralen im übrigen keine Personaler oder Entscheider.

Das zeigt ganz deutlich, dass Unternehmen und deren am Einstellungsprozess beteiligten Mitarbeiter den authentischen Lebenslauf selbst entworfen, selbst formuliert und selbst geschrieben von den Bewerbern haben möchten.

Auf meine Frage, warum das so ist antworteten die meisten unisono „Die Bewerbung ist die erste Arbeitsprobe.“

Als Personalberater kann ich diese Auffassung nur unterstreichen. Sie können sich Hilfestellung bei der Erstellung des Lebenslaufs holen und diesen auch z.B. von einem Personalberater oder in einer Karriereberatung prüfen lassen und sich Hinweise zur Optimierung holen. Entwerfen und schreiben müssen Sie ihn selber.

Weitere Antworten von mir zu Bewerbungsunterlagen finden Sie unter: Mein Lebenslauf und in den kommenden Wochen hier auf www.bewerber-abc.de .

Ich freue mich weiterhin auf Ihre Fragen und Anregungen.

 

Christof Wirtz Bewerber-ABC

„Schreiben Sie mir einen Lebenslauf?“ – Leserfrage

Leserfrage:

Eine Bewerberin rief mich heute an und fragte, ob ich ihr einen Lebenslauf schreiben könne.

Was halten Sie von diesem Service? Ist es sinnvoll, das sich Bewerber ihre Lebensläufe schreiben lassen oder denken Sie, „Das geht auf keinen Fall?“.

Ich bin gespannt auf Ihre Zuschriften und Reaktionen.

Erste Antworten von mir zum fremderstellten Bewerbungsunterlagen finden Sie Mein Lebenslauf .

Das Bewerber-A!B!C verabschiedet sich in die Sommerpause. Wir sind ab dem 1. September wieder für Sie da.

Ihr Team von www.bewerber-abc.de wünschte allen Leserinnen und Lesern erholsame Sommerferien und gute Reise!

 

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Christof Wirtz Bewerber-ABC

Jobwechsel und Lücken im Lebenslauf begründen

Jeder, der sich schon mal beworben hat, kennt die Frage nach seinen Lücken im Lebenslauf. „Warum haben Sie damals das Unternehmen verlassen?“ oder „Was war der Grund, dass Sie gewechselt haben?“. Einige liefern die Wechselmotivation mittlerweile sogar schriftlich im Lebenslauf nach den größten Erfolgen mit.

Ähnlich ist es bei den Lücken, die entstehen, wenn der eine Job schon beendet ist und der nächste erst einige Zeit später anfängt bzw. Sie länger auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind.

Grundsätzlich gibt es fünf Grundtypen der Kündigung

Kündigung des Arbeitnehmers Insolvenz des Unternehmens Aufhebungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen Betriebsbedingte Kündigung Verhaltensbedingte Kündigung

Siehe auch Kündigung.

Eigene Kündigung

Wenn Sie kündigen und eine neue Stelle haben (unterschriebener Vertrag), ist alles gut. Sie sollten sich nur eine Antwort für die Frage nach der Wechselmotivation überlegen, die Sie in den kommenden Jahren bei weiteren Wechseln geben, wenn Sie gefragt werden.

Haben Sie selber gekündigt und keine neue Stelle, dann wird das mit der Antwort schon schwieriger. Niemand sollte ohne wichtigen Grund kündigen, wenn keine neue Beschäftigung da ist. Hier wird meist die Antwort, die Sie geben hinterfragt und es bleiben meistens Zweifel, ob Ihre Antwort richtig ist. Je länger die Auszeit ist, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg in den Job. Liegt das Ganze schon eine Weile zurück und haben Sie mittlerweile eine neue Beschäftigung gefunden, wird hier an der Stelle oft stärker nachgefragt. Viele Unternehmen befürchten, dass der Kandidat diese Verhaltensweise erneut an den Tag legt und „die Flinte zu schnell ins Korn wirft“.

Kündigung nach Insolvenz des Unternehmens

Ist Ihr alter Arbeitgeber insolvent geworden oder drohte eine Insolvenz, gab es Unregelmäßigkeiten bei der Gehaltszahlung oder zeichneten sich Lieferantensperren ab, dann ist es aus Ihrer Sicht nicht nur ihr gutes Recht, sondern auch Ihre Pflicht, sich nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen. Aus Sicht Ihres insolventen Arbeitgebers sieht das evtl. wie Fahnenflucht aus. Seien Sie sicher, dass Sie außer guter Worte meist nichts bekommen werden, wenn Sie bis zum Ende bleiben. Etwas schwieriger wird es für leitende Angestellte, Vertriebsmitarbeiter und Geschäftsführung, wenn Insolvenz und wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens die Wechselmotivation sind. Diese Gruppen sind für Erfolg und Misserfolg stärker mitverantwortlich als die anderen Mitarbeiter. Hier gilt es, die eigenen Fehler im Vorfeld zu analysieren und mit einer gut ausgewogenen Antwort sich im Gespräch auf weitere Nachfragen einzustellen.

Aufhebungsvertrag (im gegenseitigen Einvernehmen)

Der Aufhebungsvertrag „im gegenseitigen Einvernehmen“ wird oft von Bewerbern als der bevorzugte Weg gesehen. Entweder Sie möchten schneller, unter Umgehung der vereinbarten Kündigungsfrist das Unternehmen verlassen oder Ihr (neuer) Vorgesetzter möchte sich von Ihnen (warum auch immer!) trennen und bietet diesen sanften Ausstieg mit „Abwrackprämie“ und/oder Freistellung mit Lohnfortzahlung bis zum Ende der Kündigungsfrist an. Meist verlockende Angebote mit Ausblick auf 3 bis 9 Monate bezahlten Sonderurlaub.

Hier ist größte Vorsicht geboten!

Ihr Arbeitgeber oder dessen Vertreter hat nur ein Ziel. Er möchte Sie (warum auch immer!) loswerden und ist bereit, dafür zu zahlen. Es geht ihm nicht um Ihr Wohlergehen. Und genau das ist es, was Ihnen später im Bewerbungsgespräch Ihre Antwort schwer macht. Sie nennen einen Wechselgrund, im Arbeitszeugnis steht eine wohlgemeinte Floskel und beim Referenzanruf (ja, die Anrufe gibt es, insbesondere in Führungspositionen) kommt der ehemalige Arbeitgeber nach einigem Nachfragen mit der Antwort raus. Oder aber der Gesprächspartner, oft der Entscheider, hat Zweifel an Ihrer Begründung. „Warum auch immer wollte der neue den Mitarbeiter denn jetzt wirklich loswerden, was verheimlicht er mir bzw. was weiß er gar nicht über sich?

Alles drei für Ihr Bewerbungsgespräch schwierige Stolperfallen. Auch hier müssen Sie sich sehr gut vorbereiten. Der Königsweg lautet: „Keine Aufhebungsverträge!“ (im Sinne zukünftiger Bewerbungsgespräche.

Betriebsbedingte Kündigung

Die betriebsbedingte Kündigung aufgrund Auftragseinbruch, nach Unternehmensverkauf oder -zukauf, aufgrund wirtschaftlich schwerer Lage, in nationalen/regionalen Krisenzeiten etc. ist eine Antwort, die, wenn sie auch so im Zeugnis formuliert ist oder durch größere Entlassungen von Kollegen belegbar ist, ist eine brauchbare Antwort. Sie ist allerdings keine gute Antwort.

Warum werden Sie evtl. vor anderen entlassen? Ist der betriebsbedingte Grund evtl. nur vorgeschoben, wollte man sich von Ihnen trennen, ohne Ihnen eine Abfindung zahlen zu müssen? Werden Sie erst nach der dritten oder vierten Kündigungswelle erfasst, fragt sich der neue Bewerbungsempfänger, warum Sie sich nicht von selbst schon früher um eine neue Perspektive bemüht haben. Ähnlich wie im Falle der Insolvenz sind die wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch bei Vertrieb, leitenden Angestellten und Geschäftsführung schwieriger zu begründen.

Verhaltensbedingte Kündigung

Eine verhaltensbedingte Kündigung, egal aus welchem Grund, ist zu vermeiden. Egal, wie Sie ihr Verhalten begründen werden, es wird Ihnen in der Bewerbung äußerst schwer fallen, überhaupt in ein Gespräch rein zu kommen. Im Gespräch selber ist fast nur der Weg eines Eingeständnisses eines „sehr großen Fehlers“ unter „Nichtbeachtung der möglichen Folgen“ möglich.

„Generell vermuten die Bewerbungsempfänger immer das Schlimmste beim Bewerber.“ So mögen Sie oder andere Bewerber denken. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten Mitarbeiter aus HR oder Fachabteilung und auch aus Führungsebenen genau das nicht machen. Viele sehen erst mal das Positive am Bewerber. Allerdings sehen die durch lange Jahre Praxis geschulten Augen in Lebensläufen und Zeugnissen schon mal die kleinen Haken und fragen nach, was ja auch ihre Pflicht ist.

Viele Bewerber sind sich der Sprengkraft, die in ihren Unterlagen schlummern, nicht bewusst und gehen sorglos damit um. Ein wenig Vorbereitung hilft in den allermeisten Fällen aus, um die Klippen im Gespräch zu meistern.

Vermeiden Sie bitte alle Arten der Kündigung, außer Sie kündigen selber. Vermeiden Sie Lücken und beschäftigungslose Zeiten. Wenn das nicht geht, suchen Sie nach einer plausiblen und vertretbaren Antwort, ohne sich bei der Begründung in Widersprüche zu begeben oder in die Opferrolle. Beides führt zum Ausschluss aus dem Bewerbungsverfahren in den allermeisten Fällen.

Versuchen Sie, sich bei Personalberatern oder Coaches Hilfe für die Begründungen zu Ihrem beruflichen Lebensweg zu holen. Auch das Gespräch mit einem Dritten kann Ihnen schon aufzeigen, ob Ihre Begründungen bewerbungstauglich sind.

Wenn Sie spezielle Fragen haben, können Sie mich unter christof.wirtz@abc.jetzt kontaktieren.

www.bewerber-abc Tipps und Tricks zu Beruf, Karriere und Bewerbung.

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Christof Wirtz Bewerber-ABC

Der optimale Lebenslauf

Oft werde ich in meinen Gesprächen gefragt, wie denn der optimale Lebenslauf aussieht. Nun ja, gradlinig sollte er sein und zur Stelle passen. Allerdings ist ein Lebenslauf kein Wunschkonzert sondern die Darstellung Ihres bisher gelebten (beruflichen) Lebens.

Wie Sie diesen darstellen, welches Format Sie wählen, bleibt Ihnen überlassen. Pauschal lässt sich die Frage keinesfalls beantworten. Es kommt immer auf den Bewerber und die Stelle an. Oft empfehle ich auch mehr als ein Lebenslaufformat zu entwickeln, um je nach Stelle die Bewerbung anders zu gewichten. Sie dürfen weglassen und auch die Betonung durch Positionierung an oberer Stelle ändern, hinzuerfinden, dürfen Sie nicht. Alles was im Lebenslauf steht haben Sie auch gemacht.

Jüngste Beispiele (Sommer 2016) aus dem Leben einer Politikerin im Bundestag, die Abitur und Studium in den Lebenslauf gedichtet hat, zeigen, was passieren kann, wenn man auffliegt. Von strafrechtlichen Konsequenzen oder Zivilprozess und Schadensersatz mal abgesehen.

In Bewerber A!B!C Mein Lebenslauf habe ich die äußere Form eingehend beschrieben.

Was ist also wichtig?

Keine Lücken, keine zu häufigen Wechsel, eine erkennbare Linie, früh Führungserfahrung auch außerhalb von Schule und Beruf z.B. im Ehrenamt sammeln, wenn Sie in eine Führungsposition wollen. Gute Zeugnisse in Schule, Ausbildung, Studium und Beruf sind ebenfalls wichtig.

Der Lebenslauf ist im Bewerbungsprozess der Türöffner. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn Sie mit dem Lebenslauf und Ihrem Anschreiben den Weg ins Gespräch geschafft haben, zählt ab sofort Ihr persönlicher Auftritt.

Es ist also vorteilhaft zu wissen, wer denn als erstes Ihren Lebenslauf liest und ihn an wen weiterreicht. Was nahezu unmöglich ist, wenn es nicht im Stellenprofil oder auf der Karriere-Website des Unternehmens steht. In der Regel liest/öffnet zunächst ein beruflich unerfahrener Mitarbeiter die Post und leitet diese weiter. Haben Sie Personalleitung oder Geschäftsführung direkt angeschrieben wird es wohl deren Sekretariat lesen.

Social Media nutzen

Haben Sie den richtigen Ansprechpartner ermitteln können und finden Sie diesen in sozialen Netzwerken wie XING oder LinkedIn, möglicherweise können Sie sich ein erstes Bild machen und mehr über sie bzw. ihn erfahren.

Hilft das wirklich? – Nun ja, es schadet erstmal nichts. Eventuell finden Sie Gemeinsamkeiten in Herkunft, Interessen, Berufsweg oder haben sogar gemeinsame Kontakte und Hobbies. Alles interessant für die weitere Kommunikation. Wie er/sie den eigenen Lebensweg dargestellt hat, könnte ein Ansatzpunkt für Ihren Lebenslauf sein. Letztendlich entscheidet, ob das, was Sie mitbringen zu den Anforderungen, die in der Stelle beschrieben wurde, passen.

Eine weitere Möglichkeit besteht auch darin den Ansprechpartner zu kontaktieren und zu fragen, wie der Lebenslaug aussehen soll. Kurz oder ausführlich, chronologisch oder umgekehrt (CV).

Etwas „Fleisch am Knochen“, also nicht nur nackte Jahreszahlen, Stellen und Firmen auflisten sondern ein bisschen über die Tätigkeiten und Verantwortungsbereiche schreiben, ist wichtig. Etwas Persönliches zu Ihnen rundet das ganze ab. Schließlich arbeiten Menschen mit Menschen zusammen und möchten vorher etwas übereinander erfahren.

Ghost-Writer?

Von professionellen Lebenslauf-Schreibern bin ich nicht begeistert. Nicht Sie stellen sich dar, sondern lassen sich darstellen. Sie lassen sich ja auch nicht Ihren Tanzpartner vom besten Freund aussuchen.

Noch Fragen zum optimalen Lebenslauf? Bitte melden Sie sich bei mir. Weitere Fragen beantworte ich gerne auf Zuschrift und nehme diese gegebenenfalls auch anonymisiert hier auf. Ihre Fragen können Sie mir per Email an christof.wirtz@abc.jetzt zu senden. Alle Daten werden vertraulich behandelt. Bis nächste Woche, wenn es um die Karriereplanung geht.

Alle bisher veröffentlichen Beiträge finden Sie hier: http://www.bewerber-abc.de/

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Fotograf Markus Bollen

Interview mit dem Fotografen Markus Bollen

Das Bewerbungsfoto Heute spricht Christof Wirtz mit Markus Bollen, einem Fotografen aus Bergisch Gladbach.

Unter http://www.panoramic-art.de/ finden Sie weitere Angaben zu seinen Werken und seiner Person.

Christof Wirtz: „Markus, wie wichtig ist aus Deiner Sicht ein Bewerbungsfoto und welche Qualität sollte das Foto haben?“

Markus Bollen: „Das Bewerbungsfoto ist ein Muss, das ist klar. Bewerbungen ohne eine gute Portraitaufnahme fallen in den meisten Fällen sofort raus.“ Doch was macht ein Bewerbungsfoto gut? Worauf muss geachtet werden, damit die Bewerbungsmappe nicht nach dem ersten Blick auf das Foto bereits aus den Händen gelegt wird, sondern im Gegenteil, dass das Foto signalisiert, hier ist genau die richtige Person für diese Stelle?“

Christof Wirtz (lächelt): „Stimmt, welche drei wichtigen Begriffe fallen Dir zum Thema Bewerbungsfoto ein?“

Markus Bollen: „Ein gutes Bewerbungsfoto ist 1.) seriös, 2.) thematisch passend und 3.) qualitativ hochwertig.“

Ein Bewerbungsfoto muss seriös sein

Christof Wirtz: „Was verstehst Du unter „Seriosität“ bei einem Foto?“

Markus Bollen: „Seriosität – dass ein Bewerbungsfoto nicht im Morgenmantel aufgenommen werden darf, versteht sich von selbst. Ebenfalls ist ein Bild, auf dem man lauthals lacht, vielleicht ein wunderbarer Anblick, aber trotzdem ungeeignet, um sich angemessen zu präsentieren. Ein fokussierter Blick, gute Kleidung, eine selbstbewusste Körperhaltung. Das sind entscheidende Faktoren, die die Bildwirkung beeinflussen.“

Christof Wirtz: „Sind Ort und Kleidung das, was Du unter „thematisch passend“ verstehst?“

Markus Bollen: „Ja, z. B. die Kleidung In verschiedenen Berufsfeldern kleidet man sich unterschiedlich. Das ist eine Tatsache, die sich genau so auch in den Bewerbungsfotos wieder finden sollte. Für manch eine Bewerbung muss man sich nicht in Anzug, Weste und Krawatte ablichten lassen. Für einen Job in einer Anwaltskanzlei reicht es allerdings nicht, sich in Karohemd und Jeans vor die Kamera zu stellen.“

Wie wichtig ist die Kleidung für das Foto?

Christof Wirtz: „Was kannst Du unseren Lesern bei der Entscheidung, welche Kleidung passt, auf den Weg mitgeben?“

Markus Bollen: „Überlegen Sie, auf welche Art von Beruf Sie sich bewerben möchten, welche Position Sie bekleiden wollen, ob dort eher eine legere oder förmliche Umgangsart herrscht. Auch der Fotograf, der zusammen mit Ihnen das Bewerbungsfoto macht, ist ein guter Ansprechpartner, der durch seine Erfahrungen Ratschläge zu Outfit und Auftritt geben kann. Dazu am besten verschiedene Outfits mit zum Fotoshooting bringen, damit Sie im Zweifelsfall optimieren können.“

Christof Wirtz: „Es entscheidet aber nicht die Kleidung über die Qualität des Fotos allein?“

Markus Bollen: „Mit dem Fotografen sind wir auch direkt bei Punkt 3, der Qualität des Fotos. Im digitalen Zeitalter hat fast jeder eine eigene Kamera, viele können auch Bilder in anständiger Auflösung produzieren. Aber Auflösung und Megapixel sind nicht alles. Viel wichtiger sind gute Lichtsetzung, eine professionelle Kamera mit großem Sensor und hochwertigen Objektiven und ein Fotograf, der sein Handwerk versteht. In Bewerbungsfotos fließen viele Details ein, die auf den ersten Blick kaum auffallen, aber doch unterbewusst entscheidend für die Wirkung des Bildes sind: die Wahl der Perspektive und des Lichtes, die Farbe und Beschaffenheit des Hintergrundes, die Körperhaltung, ….

Was kostet ein gutes Foto?

Christof Wirtz: „Ja, die guten wie die schlechten Beispiele für Bewerbungsfotos kenne ich gut. Wie teuer wird denn so ein professionelles Foto?“

Markus Bollen: „Es gehört weit mehr zu einem guten Bewerbungsfoto dazu, als man anfangs denkt. Ein gutes Shooting kann 200.- Euro und mehr kosten. Wenn man eine Visagistin dazu bucht und länger mit dem Fotografen an einem optimalen Ergebnis arbeitet, vielleicht einige Shots im Studio und einige alternativ“ on location“ macht, kann es auch deutlich teurer werden. Letztendlich sollte sich jeder vor Augen halten, was ich mit meiner Bewerbung erreichen will.“

Christof Wirtz: „Geht nicht auch ein Passbild vom Automaten?“

Markus Bollen: „Ein billiges Automatenfoto drückt leider auch dem Betrachter des Fotos genau das aus, und er wird im Zweifelsfall diese Bewerbung nicht in die Auswahl nehmen. Investieren Sie lieber etwas mehr. Mit dem ersten Gehalt hat sich die Investition schon amortisiert.“

Christof Wirtz: „Vielen Dank Markus, für Deinen spannenden Einblick zum Thema Bewerbungsfoto.“

Markus Bollen legt Wert darauf, seine Bilder in der höchsten Qualität zu präsentieren. Daher nutzt er die hohe Auflösung des Großformates. Fragen Sie ihn, ob er für einen besonderen Anlass eine Ausstellung in Ihrem Hause organisieren kann. Auch Ihre Bewerbungsfotos macht Markus Bollen zu Ihrer vollsten Zufriedenheit. http://www.panoramic-art.de/kontakt

 

 

 

Christof Wirtz Niederlassungsleiter

„Wie lang darf der CV sein?“ – Leserfrage

Leserfrage

Eine Kandidatin, Mitte 30, fragt: „Beim CV versuche ich immer, mich auf max. 3 Seiten zu beschränken. Ist das richtig? Sollte ich hier ggf. einen Abschnitt über meine Selbständigkeit einbauen? Zum Teil wurden die Projekte nicht von mir alleine bearbeitet, wie stelle ich das am besten dar? Wie sinnvoll sind Referenzschreiben?“

Antwort

Christof Wirtz: Der Lebenslauf sollte in der Regel drei Seiten nicht überschreiten. Wenn Sie zusätzliche Informationen zu Projekten und/oder eine Skillmatrix haben, fügen Sie diese als Ergänzung zum Lebenslauf im Anschluss ein. Die Skillmatrix sollte eine Seite haben, die Projektübersicht nicht mehr als zwei Seiten. Mit den Inhalten und Beispielen, evtl. auch Arbeitsergebnissen, unterstreichen Sie Anforderungen aus der Stellensuche oder ergänzen diese. Völlig fachfremde Inhalte empfehle ich weg zu lassen.

Stellen Sie klar, was Ihre Aufgaben im Teilprojekt waren und welchen Bezug diese zum Gesamtprojekt hatten. Waren Sie für das gesamte Projekt verantwortlich, dann stellen Sie das heraus. Bitte schmücken Sie sich nicht mit fremden Federn und lassen Sie das „wir haben…“ weg. Es geht darum, was Ihr Anteil an der Leistung war.

Referenzschreiben sind sehr gut! Am besten mit belastbaren Referenzgebern, die angerufen werden können. Besonders bei Selbständigen, die oft keine Arbeitszeugnisse vorweisen können oder bei Beschäftigungszeiten im Ausland – hier kennt man das deutsche Arbeitszeugnis oft gar nicht – ist das Referenzschreiben oder das Empfehlungsschreiben sehr sinnvoll und eine gute Ergänzung.

Exkurs Skillmatrix

In einer Tabelle kann man hier seine Erfahrungen (Skills) – insbesondere mit IT Technologien wie z.B. Betriebssysteme, Softwareentwicklungsumgebungen oder Anwendungsprogrammen – angeben. Üblich ist es, die Themen mit den besten Erfahrungen nach oben zu setzen und anzugeben, wie lange man Erfahrung hat (in Jahren) und wie gut man sich damit auskennt (+ = Grundkenntnisse, ++=gute Kenntnisse, +++=Expertenkenntnisse). Aber Vorsicht: immer bei der Wahrheit bleiben.

Auch weiterhin freue ich mich auf Ihre Fragen, die Sie mir per Email an Christof.wirtz@abc.jetzt zu senden können. Alle Daten werden vertraulich behandelt.

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ABC

Das Bewerbungsfoto

Das Bewerbungsfoto sollte nicht älter als drei Monate sein und von einem Fotografen für den Zweck der Bewerbung erstellt und ggf. bearbeitet worden sein.

Eigentlich sollte das reichen.

Steht so auch in fast allen Bewerbungsratgebern, die ich kenne und in vielen Internetforen. Nirgendwo habe ich etwas anderes gelesen, außer dass es in Zeiten von AGG nicht mehr üblich sei.

Ok, besser kein Foto als ein schlechtes Foto. Mal ganz unter uns, irgendwann stehen Sie vor der Tür zum Vorstellungsgespräch und im nächsten Moment sieht der Bewerbungsempfänger Ihr Gesicht. Kein Modell? Ich auch nicht. Also bitte. Senden Sie Ihr Foto mit dem Lebenslauf auf der ersten Seite mit ein.

Mir ist es oft aufgefallen, wie viele Informationen ich in einem Bewerbungsbild speichere. Denke ich später mal bei einem Gespräch mit Kunden über eine zu besetzende Stelle, fällt mir oft als erstes ein unscharfes Bild eines passenden Kandidaten ein. Aus diesem ergibt sich dann oft ein immer konkreter werdender Bewerber mit Namen, den ich nach dem Gespräch auf die zu besetzende Stelle anspreche.

Gemerkt habe ich mir das Ganze anhand des Bildes, das mit auf der Bewerbung war. Je nach Quelle wird gesagt, dass 80% der Wahrnehmung eines Menschen rein visuell erfolgt.

Welche Kleidung?

Das Bild sollte ein Farbbild vor einem neutralen Hintergrund sein, der zu Gesichtsform, Haut- und Augenfarbe passt. Idealerweise sind die Farben der Bekleidung darauf abgestimmt. Hierzu befragt man vorher den Fotografen, nimmt ein paar Beispiele zum Vorgespräch oder zum Fotoshooting mit oder fragt beim Damen- bzw. Herrenausstatter, beim Friseur oder beim gut aufgestellten Kosmetikberater nach.

Mit Hemd – ja; mit Krawatte – schadet in der Regel nicht; mit Anzug und Sakko – kommt auf die Stelle an; im T-Shirt und/oder Jeans – nein.

Auf gar keinen Fall im privaten Zimmern vor der Schrankwand im Urlaub, im Jogginganzug oder in Freizeitklamotten, mit anderen Personen oder Haustieren im Arm. Partyfotos sind ein No-Go! Wer nicht glaubt, dass es so etwas gibt, sollte mal 2-3 Monate in einer Recruiting Position arbeiten.

Brauche ich einen Visagisten?

Kosmetika bitte dezent auftragen, den Bart ordentlich, ebenso die Haare, keine Kopfbedeckung. Letzteres ist ein Thema, was ich hier nicht tiefer besprechen möchte. Ich habe nichts gegen Menschen anderer Religion, bei denen eine Teilbedeckung des Kopfs vorgeschrieben ist. Ich möchte lediglich darauf aufmerksam machen, dass die Religion kein Auswahlkriterium sein soll. Ein Foto mit Kopfbedeckung macht allerdings auf genau diesen Punkt aufmerksam.

Position des Fotos

Das Foto gehört entweder oben rechts in die Ecke des Lebenslaufs. Wenn Sie die Bewerbung noch per Brief in einer Mappe versenden, am besten mit einer Büroklammer anheften und auf jeden Fall Namen und Geburtsdatum vorher hinten auf das Bild schreiben, falls dieses einmal im Aktenweiterreichungsprozess verloren gehen sollte.

Wird die Bewerbung per E-Mail versendet, sollte das Foto eingescannt mit 150 dpi als jpg im separaten Format oder in den Lebenslauf integriert. Bitte keine 20 MB großen TIFF Dateien oder ähnliches versenden.

Weitere Fragen beantworte ich gerne auf Zuschrift und nehme diese gegebenenfalls auch anonymisiert hier auf. Ihre Fragen können Sie mir per Email an christof.wirtz@abc.jetzt zu senden. Alle Daten werden vertraulich behandelt. Bis nächste Woche, wenn es um das Anschreiben geht.

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ABC

Mein Lebenslauf

Lebenslauf, CV, Curiculum Vitae, Werdegang? Hier herrscht babylonische Sprachverwirrung. Immer wieder stelle ich fest, dass diese Begriffe falsch oder bunt gemischt verwendet werden.

Der Lebenslauf beginnt wie der Flusslauf bei der Geburt (Quelle) und fließt über Schulabschlüsse, Berufsausbildung, Studium und die einzelnen beruflichen Stationen bis zum heutigen Zeitpunkt (Mündung).

Beispiel für einen Lebenslauf:

1977-1986 Gymnasium
Abschluss: Abitur
1986-1988 Ausbildung zum ABC bei der XY GmbH
Abschluss: Kaufmann
1988-1993 Studium an der Sowieso Fachhochschule, Entenhausen
Abschluss: Diplom-Kaufmann (FH)
Seit 1993 Kaufmännischer Sachbearbeiter bei Müller-Meier-Schmitz AG

Beispiel für einen Curriculum Vitae (CV):

Seit 1993 Kaufmännischer Sachbearbeiter bei Müller-Meier-Schmitz AG
1988-1993 Studium an der Sowieso Fachhochschule, Entenhausen
Abschluss: Diplom-Kaufmann (FH)
1986-1988 Ausbildung zum ABC bei der XY GmbH
Abschluss: Kaufmann
1977-1986 Gymnasium
Abschluss: Abitur
Der CV oder Curriculum Vitae ist eher in Abschnitte gestückelt und wird vor allem bei Berufserfahrenen und Führungskräften als umgekehrte chronologische Aufzählung genutzt.

Es gibt hier kein richtig oder falsch, nur ein ‚passt gut zu meinem Werdegang‘ oder ‚passt nicht so gut‘. Es ist also eine sehr individuelle Frage.

Dem gelernten Schreiner, der nach drei verschiedenen Gesellenunternehmen seinen Meister gemacht hat, um dann später zu studieren und jetzt seit 12 Jahren in der 2. Führungsebene tätig ist, werde ich eher den umgekehrten CV empfehlen.

Jedem Berufseinsteiger empfehle ich, den Lebenslauf chronologisch aufzubauen. Auch nach den ersten drei Stellen lässt sich der Werdegang bei gut zusammen passendem Berufsweg so noch gut darstellen. Je weiter ich mich von der letzten Position meines Werdegangs vom Ursprung entferne, desto eher sollte von dem CV Gebrauch gemacht werden. Oft habe ich schon eine Mischform empfohlen. D.h. neben den persönlichen Informationen und dem Lichtbild auf die erste Seite eine chronologische Zusammenfassung des Werdegangs auflisten. Ab der zweiten Seite dann umgekehrt chronologisch von der aktuellen Position bis zu Studium zurückkehren. Die Ausführlichkeit der Beschreibung ist stichpunktartig und wird zum Ende hin knapper.

Alle Informationen, die für das einstellende Unternehmen wichtig sind und die der Entscheider für die Auswahl der Gesprächskandidaten benötigt, sollten hier übersichtlich zusammengefasst sein. Nicht zu lang – zwei bis drei Seiten sind ok und nicht zu kurz.

Persönliche Daten

Bei den persönlichen Daten scheiden sich heutzutage die Geister. Da aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) bestimmte Angaben wie z.B. Alter, Religion, Nationalität nicht mehr als Auswahlkriterium gelten dürfen, werden diese oft weggelassen. Ich empfehle nach wie vor, Geburtsdatum und Ort sowie den Familienstand anzugeben. Eltern, Kinder, Geschwister und Verwandte gehören nicht in den CV. Die religiöse Weltanschauung des Bewerbers spielt auch keine Rolle.

Die letzte Schule mit dem höchsten Schulabschluss reicht, danach Ausbildung, evtl. Wehr- oder Ersatzdienst anschließend das Studium.

Seitenzahlen sind nicht verkehrt, eine permanente Adresszeile oberhalb oder unterhalb des Dokuments ist nicht nötig und wird gelegentlich als störend empfunden.

Bei Führungskräften ist es beliebt, auf der ersten Seite eine Art Management Summary, sprich die wesentlichen Stärken deutlich herauszuheben. Diese sollten in jedem Fall mit Tätigkeiten belegbar sein und sich nicht in Allgemeinplätzen verlaufen. Zum Ende hin runden Kenntnisse (nicht nur IT) und ein bisschen Einblick in private Vorlieben und Hobbys das Ganze ab.

IT-Skills

Bei den IT-Skills immer dazu schreiben, ob man Experte oder Anwender ist oder gerade erste Kenntnisse hat. Alle Office-Produkte müssen nicht aufgezählt werden, es sei denn, es wird in der Ausschreibung gezielt danach gefragt.

Weniger ist mehr. So viel wie nötig, so wenig wie möglich, ist mein Leitspruch bei der Erstellung des Lebenslaufs.

Soll ich ungefragt einen englischen Lebenslauf abgeben? Nein. Nur, wenn danach explizit gefragt wird oder die Ausschreibung in Englisch geschrieben wurde. Parat haben ist wichtig, jedoch nur, wenn Sie sich auch bei entsprechenden Stellen bewerben wollen. Schaden kann es in den meisten höherwertigen Positionen nicht.

Zur Gestaltung auch noch der Hinweis: So wenig wie möglich Linien, Rahmen und Schnörkel. Bitte entscheiden Sie sich für eine Schriftart und wechseln nicht ständig bei jedem Abschnittswechsel zwischen Fett (bold), Kursiv und Unterstreichung hin und her.

In den allermeisten Fällen stehen die Jahreszahlen links und die Stellenbezeichnung sowie der beschreibende Text eingerückt auf der rechten Seite. Bitte nicht zu viel Platz links verschwenden und rechts alles zu gequetscht in einer zu engen Spalte schreiben.

Muster-CV

Warum hier kein Muster-CV zu finden ist? Uniformität ist nicht das Ziel. Jeder Lebenslauf ist Ihr Dokument und trägt Ihre Handschrift. Ein bisschen Mühe dürfen und sollen Sie sich machen. Bitte auf gar keinsten (!)* Fall einen klar erkennbaren Muster-CV aus dem Internet abgeben. Das kommt meist sehr schlecht an. Auch bei der Erstellung eines PDF darauf achten, dass nicht noch eine fröhliche Werbebotschaft des PDF-generierenden Programm drunter steht und dass auch die Formatierung im PDF so ist, wie Sie sich das mal ausgedacht haben.

*Exkurs: „keinste/keinster“

Das Wort gibt es natürlich nicht. „Keiner “ Ist nicht steigerbar. Es soll hier nur als Mahnung zu verstehen sein. Eine andere Steigerung von „voll“ gibt es schon. Obwohl „voll“ nicht steigerbar ist, gibt es die Formulierung „zur vollsten Zufriedenheit“ im Arbeitszeugnis. Hier – und nur hier – Ausdruck eines „Sehr gut“. Später mehr dazu.

Auf einen separaten Punkt „Das Bewerbungsfoto“ gehe ich in der nächsten Woche ein. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit, für die Fragen, die mich bisher erreicht haben und freue mich auf alle weiteren Fragen rund um das Thema Bewerbung, die Sie mir per Email an christof.wirtz@abc.jetzt zu senden können. Alle Daten werden vertraulich behandelt.

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